The Start-up of You

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Reid Hoffmann, Ben Casnocha: The Start-up of You, Random House Business, ISBN 978-187940803 (in Deutsch: Die Startup Strategie, Börsenmedien – books4success, ISBN 978-3864700491)

Reid Hoffmann ist Mitbegründer von LinkedIn, und so liest sich dieses Buch auch. Es ist voll von Hinweisen auf seine Geschichte und sein Unternehmen. Dennoch ist dies kein klassisches Marketing-Buch oder eine Biografie, denn in allen Kapiteln steht der Leser im Vordergrund. Hoffmanns Geschichte und die seiner Kontakte dient ihm als Argumentationshilfe im Sinne von: Seht her, ich habe es geschafft.

Zentrales Anliegen des Autors (Ben Casnocha ist aus meiner Sicht ein Co-Autor) ist das Wachrütteln vieler Mitarbeiter, die einfach nur noch arbeiten gehen. Deren Antrieb, mehr zu leisten, sich zu verwirklichen, schon erloschen ist.

Der Buchaufbau ist logisch und orientiert sich an amerikanischen How-To-Do-Büchern. Jedes Kapitel schließt mit einem „Invest in yourself“ ab. Diese Checklisten sind in die Schritte „In the next day“, „In the next week“, „In the next month“ und „Network Intelligence“ gegliedert. Diese Gliederung zeigt das schnelllebige amerikanische Leben und die Herausforderung für alle Nicht-Amerikaner. Gerade wir Deutschen tun uns mit diesem schnellen Leben schwer, da wir gewohnt sind, alle Schritte sorgsam abzuwägen und in einem komplizierten Prozess zu entscheiden. Hoffmann hält dem entgegen: Mach es einfach und schau, was passiert. Jeder hat eine 50-prozentige Chance zu gewinnen. Das bewusst gewählte Wort „Intelligence“ zeigt darüber hinaus auch, was viele Sicherheitsverantwortlich in Deutschland erschrecken lässt, wenn sie über Social Networking nachdenken und dazu Stellung beziehen sollen.

Der sehr offene Umgang mit persönlichen Informationen wird am Rande thematisiert und zwar, wenn es darum geht, wie man sein Netzwerk pflegt. Dabei ist überraschend, dass Hoffmann empfiehlt, ein kleines aber wirksames Netzwerk einem großen Netzwerk vorzuziehen. Eindrucksvoll wird dies anhand von Beispielen belegt (leider haben sich in meiner Auflage Rechenfehler eingeschlichen). Diese Empfehlung ist beeindruckend, wenn man bedenkt, dass LinkedIn von den Nutzern und dessen Verbindungen lebt.

Zwei Vorurteile, die angesprochenen Personen hatten einfach nur Glück und Netzwerken ist einfach, beseitigt dieses Buch. Im biografischen Anteil erfährt der Leser, wie viel Arbeit der Autor oder sein Netzwerk investieren mussten, um dahin zu gelangen, wo sie heute sind. Und zum anderen erfährt er, dass Netzwerken viel Zeit kostet, denn das Netzwerk will gepflegt werden.

Wer die Deutschland AG kennt, wird bei der Lektüre an eine Social Network AG oder eine Silicon Valley AG denken. Hoffmann erzählt recht offen, wie die Top-Management-Personen zwischen Google, LinkedIn, Yahoo usw. sich kennen und immer wieder gegenseitig geistig befruchten und helfen. Hier wird das Buch gelebt und zeigt, was möglich ist. Alle angesprochenen Personen können als Beispiele für den Erfolg im Netzwerken genannt werden.

Die Leser, die offen sind für das amerikanische Verständnis des Netzwerkens und deren „Ich will etwas erreichen“-Mentalität, die werden in dem Buch einige gute Hinweise erhalten, wie sie besser Netzwerken. Die Leser, die dem Netzwerken eher kritisch gegenüber stehen und dem offenen Austausch von persönlichen und privaten Informationen einen Riegeln vorschieben würden, die finden in diesem Buch ebenfalls viele Argumente dafür.

 

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