Mit unserem Recht unvereinbar

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Scharia in London

Meldungen aus Großbritannien, dass sich in Londoner Stadtvierteln die islamische Scharia etabliert und Tugendwächter unterwegs sind und sagen (oder besser befehlen), was erlaubt ist und was nicht, sollte alarmieren. Denn was in London geschieht, könnte auch bei uns passieren. Allerdings haben in Großbritannien Äußerungen wie die des Erzbischofs von Canterbury den Boden dafür bereitet. Das geistliche Oberhaupt der Anglikanischen Kirche hatte schon 2008 die Einführung einiger Teile des islamischen Rechtssystems in Großbritannien für unvermeidlich gehalten. Die Begründung: Einige der Bürger identifizierten sich nicht mit britischem Recht. Wem das bestehende Rechtssystem also nicht passt, kann sich der einfach ein anderes schaffen? Die einen wollen in ihrem Stadtviertel die Scharia einführen, die anderen das Recht des Stärkeren? Das wäre Anarchie. Wir brauchen weder selbsternannte Tugend- und Sittenwächter, noch Blockwarte wie im Dritten Reich.

Scharia bedeutet nicht von vornherein etwas Böses, aber sie stärkt das Patriarchat und die Ungleichbehandlung von Mann und Frau – und sie ist im Westen inzwischen zu einem Kampfbegriff radikaler islamischer Fanatiker geworden. Besonders augenfällig sind die drastischen körperlichen Strafen wie Handabhacken oder Steinigungen, die in unserer Gesellschaft und Rechtsprechung keinerlei Platz haben und ins tiefste Mittelalter zurückführen. Eine Rechtsordnung, nach der beispielsweise auf den Malediven eine von ihrem Stiefvater jahrelang missbrauchte 15-Jährige zu 100 Peitschenhieben verurteilt wird, weil sie vorehelichen Sex hatte, ist mit unserem Rechtssystem und Rechtsempfinden überhaupt nicht vereinbar.

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