Der Unfug mit den Sicherheitshinweisen und Beipackzetteln

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Ich bin zwar ein Freund der Europäischen Union und zähle mich zu deren echten Bürgern. Doch manchmal übertreiben es die Bürokraten dort, und das soll, ja muss kritisiert werden.

Ich kaufte vor ein paar Tagen einen Radiowecker, nachdem ein Blitzschlag den Vorgänger außer Betrieb setzte. Ein preiswertes Markengerät und trotzdem nicht teuer, gerade mal um die 20 €. Beim Auspacken dann kam das Staunen. Was da neben der Betriebsanleitung so alles noch an Papier zum Vorschein kam. Das muss man einmal aufzählen – und die Banalitäten der EU-Vorschriften auch einmal abschreiben.

Der erste Zettel, eine Warnung in 24 verschiedenen Sprachen im Umfang von 4 Seiten. Sie betrifft die Batterien und den Umgang mit ihnen. Was dort steht Weiß heute schon jeder Schüler. nicht ins Feuer werfen, Explosionsgefahr, nicht zerlegen, bei Verschlucken Arzt aufsuchen etc.)

Der zweite Zettel regelt in 16 Sprachen, wieder auf 4 Seiten, die richtige Entsorgung der leeren Batterien. Allerdings “nur anzuwenden in den Ländern der EU und anderen Ländern mit separaten Sammelsystem für Batterien”.

Der dritte Zettel, auf 2 großen Seiten, ist ein Hinweis für Kunden (in 18 Sprachen), der aber “nur gültig ist für Geräte, die in Ländern verkauft werden, in denen EU-Richtlinien gelten”. Er gibt nur die Adresse des Herstellers in Japan bekannt und die Hedelfinger Straße in Stuttgart für Kundendienst und Garantieansprüche – auch für Russen, Türken und Norweger. Ob dort auch EU-Richtlinien gültig sind?

Der vierte Zettel, auf 2 noch größeren Seiten, verlangt ACHTUNG. Dieses wieder in 24 Sprachen. Es sind die Warnungen in Bezug auf die Feuergefahr und den elektrischen Schlag. Auch hier wieder alles Dinge, die der normale Mensch nicht tun würde, weil er das in der Schule gelernt hat, schon lange aus Erfahrung Weiß und immer wieder von Medien und Zeitschriften-Ratgebern darauf hingewiesen wurde.

All das ist in meinen Augen Papierverschwendung (Wald, Energie und Umwelt Verbrauch), Kosten erzeugend und wird wohl in 99% aller Fälle beim Auspacken weggeworfen.

Warum macht die Industrie trotzdem mit? Weil auch hier die Bürokratie das Rechtssystem soweit verändert hat, dass die Haftungsfrage im Schadensfalle alles auf den Hersteller abwälzt (sofern er nicht gewarnt hat). Gesunder Menschenverstand, ein vorhandenes Grundwissen beim Nutzer eines Produkts wird nicht mehr vorausgesetzt. Früher gab es mal den Paragraphen der 1 der Straßenverkehrsordnung: “Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.” Er gilt auch noch heute. Und solche ständige Vorsicht kann ich auch im Umgang mit Sachen vom Menschen erwarten. Da muss nicht alles bis ins kleinste Detail durch Gesetze und Richtlinien geregelt werden, nur damit Bürokraten Beschäftigung haben und den Nachweis liefern können, auch etwas getan zu haben. Wer weiß, wie viele Tausende Mannmonate das Ausarbeiten solcher Richtlinien verbraucht, deren Debatte mit Wissenschaftlern, Lobbyisten, Parlamentariern und nationalen Experten aus den EU-Staaten, der kann die oben genannten Beipackzettel nur als Unsinn, Verschwendung von Sozialprodukt und damit als überflüssig betrachten. Zumindest ist dies meine Meinung.

PS: Ich lese obiges meiner Frau vor. Sofort bringt sie mir die Anleitung zum Bügeleisen: Fehlerbehebung “Es tritt kein Dampf aus” – “Der Wassertank ist leer” – “Füllen Sie den Wassertank”. Glauben die Herren Ingenieure, dass unsere Frauen nicht erkennen können, wann der Wassertank (durchsichtig) leer ist? Und dass sie zu dumm sind, zu schlussfolgern, dass man dann den Tank wieder auffüllen muss?

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