Heinz LORSEHeinz LORSENovember 19, 2018
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Compliance – Placebo für den Vorstand?

Versetzt der Glaube Berge? Irgendwann zu Beginn des 21. Jahrhunderts hielt „Compliance“ Einzug in die Chefetagen (!) der Deutschen Wirtschaft. Zunächst in Aktiengesellschaften, zog der Mittelstand schnell nach. Endlich hatte man ein System zur Verfügung, mit dessen Hilfe man den leidigen Regelverstößen und Rechtspflichtverletzungen einen Riegel vorschieben konnte. Glaubte man zumindest und schluckte fleißig diese Wunderpille. Wie das gelingen sollte, wurde eifrig diskutiert. Das Testat der Wirtschaftsprüfer verlieh dem „Compliance-Management-System“ Segen und Anerkennung. Also alles bestens! Oder etwa nicht?

Auf bunten „Blättern“ verkünden die Webseiten bis heute die angebliche Wirkung. Vertrauen, dieser Begriff wird darin arg strapaziert. Im Widerspruch dazu stehen die Skandale, insbesondere in der Automobilindustrie und im Finanzsektor, aber nicht nur dort. Hat das Compliance-Management-System nun Risse bekommen, oder tritt einfach nur zu Tage, dass der Grundgedanke an sich fragwürdig ist?

Compliance ist ein zusätzliches Regelwerk zur Beachtung von ohnehin bestehenden und verbindlich zu beachtenden internen Regeln und externen Rechtsvorschriften. Eine in der Wirtschaft wohl einmalige Konstruktion. Der Glaube an das Compliance-Versprechen ist bist heute ungebrochen: Mache Compliance und nichts passiert. Versetzt der Glaube jedoch wirklich Berge? Verhalten sich die Menschen nach der ‚Einführung des CMS wirklich von jetzt auf gleich regeltreu? Ein merkwürdiges Führungs- und Menschenverständnis, dass es einer Regel bedarf, damit Regeln beachtet werden. Ja sind denn die Regelverstöße in der Automolindustrie oder im Finanzsektor nicht bekannt, die trotz Compliance betrieben wurden (und möglicherweise weiterhin werden?)?

Es tobt ein hybrider Wirtschaftskrieg, der endlich als solcher verstanden werden muss. Offene Flanken, ausgelöst durch Regelverstöße, sind zusätzliche und sehr willkommene Einfallstore für die Gegner, welche mit neuen, ganz anderen und innovativen Kundenproblemlösungen Mehrwert anbieten und die „alten Hasen“ links und rechts liegen lassen, einfach so, und dass mit beachtlichem Erfolg. Das ist neu, die „Großen“ sind angreifbar geworden, sogar substituierbar. Darin liegt die eigentliche Gefahr für die schwerfälligen und in überholten Unternehmens-, Kommunikations- und Führungsstrukturen verhafteten Flaggschiffe der Deutschen Wirtschaft. Die Aufgabenfelder „Strategie, Recht und Integrität“ sind, sofern überhaupt vorhanden, selten funktional ausgebildet. Ebenso schlimm erscheint das falsche Verständnis der eigenen Produkte, die selten ganzheitlich durchdacht und am Kunden ausgerichtet angeboten werden. Der Kunde wünscht Mobilität, aber er erhält weiterhin ein Auto wie zuvor. Marketing preist unentwegt glänzendes „Blech“ mit viel Elektronik und tollen Versprechungen an. Die „Freude am Fahren“ vergeht in den überfüllten Städten spätestens bei der Suche nach einem wohnungsnahen Parkplatz. Wenn dann die Abgaswerte „geschummelt“ werden und Fahrverbote drohen, fällt jeglicher Glanz und Glaube ab.

Rechtsverstöße und Regelverletzungen wirken toxisch und beschleunigen den Niedergang. Die Gegner haben leichtes Spiel! Das Management spürt davon offenbar wenig. Man baut weiterhin (nur) Fahrzeuge und verkauft Finanzprodukte, die man selbst nicht versteht.

Strategie heißt, Heute für das Morgen Sorge (Prokura) tragen und handeln. Auf Strategie zu verzichten, ist jedoch auch eine Form strategischen Handelns, wenn auch eine sehr gefährliche. In diesen beiden Sätzen sind die gegenwärtigen Defizite vieler Unternehmen beschrieben. Das führt zu verletzlichen und angreifbaren Strukturen. Charismatische Vorstände, z. B. Alfred Herrhausen, waren leuchtende Vorbilder und haben die Gesellschaften geprägt und erfolgreich an den Märkten positioniert. Die Nachfolger haben davon gezehrt, jedoch dann den Konzernen einen anderen Stempel aufgedrückt, der an die Herrschaft im römischen Reich erinnert. Die persönliche Macht (und deren Erhalt) wurde zum alles bestimmenden Faktor.

Der Wandel der Zeit, durch die Globalisierung und Digitalisierung gegenwärtig wie von einem Turbo-Lader angetrieben, führt zu vollkommen neuen Anforderungen in den Unternehmen. Der globale Wandel und die Digitalisierung greifen tief in die unternehmerischen Strukturen ein und erfordern eine neue Führung, damit Delegation von unternehmerischer Verantwortung möglich wird. Nur dann werden auf globalen Märkten Mensch und Technik im Sinne kundenorientierten Handelns zusammenfinden. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich der Unternehmenswert an immer neuen Absatz- und Umsatzrekorden und höchst zweifelhaften Bilanzgewinnen orientiert, die dann irgendwann über Rückstellungen abgeschrieben werden. Nur selten werden die für diese Entwicklung verantwortlichen Manager „zur Kasse“ gebeten. Das bleibt in der Belegschaft nicht verborgen.

In diesem Zusammenhang ist nun die Frage der Wirksamkeit von Compliance-Systemen zu stellen. Wurden die Regelwerke nicht verstanden? Wurden sie anhand ihres Umfangs überhaupt jemals verstanden? Haben die ständigen Kontrollen und Prüfungen des rechtskonformen Verhaltens versagt oder war die Anzahl der Kontrolleure zu gering? Oder haben die Ursachen für das Scheitern von Compliance nicht vielmehr viel tiefere Ursachen?

Die Großen verschlafen immer noch den Wandel der Zeit! Das gilt nicht für den Mittelstand, der Säule der Deutschen Wirtschaft. Hier werden fortgesetzt hervorragende Leistungen erbracht, die weltweit Anerkennung und damit Umsatz und Ergebnis finden. Ganzheitlich durchdachte Kundenproblemlösungen – viel mehr als ein Produkt – tragen dazu bei. Denkbar auch, dass die im Vergleich zur Großindustrie eher bescheidene Größe Vorteile für die Führung und damit die Unternehmensfunktion bietet. Denkbar auch, dass hier Führung noch in einer ursprünglichen und förderlichen, die Menschen motivierenden Art und Weise möglich ist. Das zeigt sich dann auch darin, dass Regelverstöße eher eine Ausnahme sind. Vom Mittelstand lernen, wäre eine erste Empfehlung an die Großen!

Die „Großen“ besäßen das Vermögen, sich Denkfabriken zu leisten, in denen die Zukunft strategisch vorbereitet wird und Lösungen entwickelt werden, die weg von der Einzelbetrachtung eines Produkts und hin zu ganzheitlichen Anwendungen führen. Am Beispiel der Automobilindustrie kann dieser Anspruch einfach aufgezeigt werden. Es werden „Autos“ hergestellt und verkauft, viel Blech, noch mehr Elektronik, selbstfahrend usw. Tatsächlich benötigt der Kunde Mobilität. Diese ist im Zeitalter der Digitalisierung möglich, gleichwohl sind die diesbezüglich möglichen Lösungen strategisch bisher wohl noch nicht bedacht worden. Man beschäftigt sich weiterhin mit Compliance und verspricht Vertrauen auf den Webseiten, bunten Blättern im Herbst gleich, die von den Bäumen fallen. Aber davon nehmen scheinbar nur die Kunden Kenntnis. Der Winter kommt bestimmt!

Wenn das Unternehmen wie eine mechanische Uhr tickt, die vielen Rädchen im Gleichklang „ticken“, dann, nur dann funktionieren die Geschäftsprozesse. Nur dann haben alle Beschäftigten verstanden, was unternehmerische Verantwortung bedeutet. Regelverstöße und Rechtspflichtverletzungen stören den Gleichklang und sind tabu. Das erkennen die in ganzheitlich modellierten Prozessen unternehmerisch tätigen Menschen. Regeltreue wird zum Standard. Das macht Führung aus, wenn die Menschen nicht mehr Mit-Arbeiter sind, sondern ihr Vermögen (!) in unternehmerisches verantwortliches Handeln umwandeln (dürfen, können!) und in der Summe einen lebendigen Organismus verwandeln, der gemeinsam auf die Ziele und für die Kunden hinarbeitet. Das System „Ameisenstaat“ kommt in den Sinn, die Ordnung im scheinbaren Chaos, die uns beim Spaziergang im Wald so beeindruckt. Alles ständig in Bewegung, die Kunden im Fokus, und das in einer ständig selbstlernenden Gemeinschaft. Nur so hat profitables Wachstum auf globalen Märkten in Zukunft Chance.

Compliance? Nein! In Zukunft muss Regeltreue selbstverständlicher Anspruch in organisch strukturierten unternehmerischen Gebilden sein, in denen neue Formen von Führung, soziale und unternehmerische Verantwortung aller Glieder praktiziert wird.

Die Zukunft muss täglich neu erfunden werden. Der Wandel beginnt im Kopf!

Heinz Lorse November 2018


Michael KOHLHAASMichael KOHLHAASSeptember 27, 2018
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Welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie das Wort „Mitarbeiterbindung“ hören? Gleichwohl ich den Sinn und die positive Absicht durchaus verstanden habe, war mir der Begriff immer suspekt. Die Führungskraft bindet ihre Mitarbeiter! Wie glücklich wären Sie selbst, würde Ihr Chef oder Ihre Chefin Sie an das Unternehmen „binden“? Bei mir stellte sich dabei immer ein solches Bild ein:


Meissa LOMeissa LOAugust 14, 2018
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Le continent africain attire beaucoup d’investissement étrangers ces dernières années. Etant le continent qui a été moins impacté par la crise de 2008, l’Afrique ne cesse de séduire les investisseurs étrangers qui s’y implantent de plus en plus et venus d’horizons divers (Chine, Russie, Amérique etc.) et les secteurs les plus convoités sont ceux de la technologie, de l’industrie et de l’énergie. Cette force d’attraction n’est pas seulement le fait des richesses que regorge ce continent, mais surtout le fait que plusieurs réformes ont été entreprises par les différents états émergents comme ceux en voie de développement telles que : la révision du code des investissements, la gestion économique et financière prudente des gouvernements, l’harmonisation de la réglementation régionale, les efforts pour combler le déficit en infrastructures et en énergie dans le but d’attirer au maximum les investissements étrangers. Cette tendance s’est reflétée aussi dans le climat des marchés financiers et le nombre des IPO (introduction en bourse) pour le développement ou la croissance d’une entreprise. Au moment où les banques et autres services financiers (microfinance) du continent daignent à répondre aux demandes des entreprises pour leur besoin en financement, une tendance à se faire coter dans les places boursières africaines a été observées depuis 2010. Il est clair qu’il ne s’agit nullement d’un délaissement des financements bancaires au profit d’une levée de fonds dans un marché financier, mais plutôt pour certaines entreprises c’est une tentative de diversification des moyens de financement. Cependant les banques comme les marchés financiers ont les mêmes difficultés à savoir avoir suffisamment de liquidité pour répondre aux demandes de ces entreprises. Il est important de noter que selon un rapport du cabinet américain McKinsey, le nombre d’Africains qui ont un compte bancaire est passé de 170 millions à environ 300 millions entre 2012 et 2017, donc le nombre a triplé en 5 années.

La part importante des services bancaires, la faiblesse de l’épargne investie dans les bourses et le défaut de liquidité la normalisation des marchés financiers doivent faire l’objet d’analyse approfondie par les acteurs financiers de ces régions, puisse que cela constitue une contrainte pour les entreprises et autres agents en besoin de financement.

Plusieurs analystes de la revue d’économie financière ont montré que les entreprises doivent bien étudier leur introduction dans ces places boursières pour éviter un échec prématuré dès les premiers moments de la cotation, car il est aisé de noter que certaines conditions ne sont pas adéquates aux grandes entreprises qui sont dans des secteurs où le besoin en financement est grand ( énergie, technologie, pharmaceutique etc. ), mais cela ne veut pas dire qu’une cotation ne doit pas être envisagée sur aucune place boursière africaine, au contraire la bourse de Johannesburg semble réunir les conditions nécessaires pour une bonne cotation des entreprises et leur assurer un développement. Bien que le climat politique dés fois instable dans cette zone peut aussi être un bémol lors d’un projet de cotation pour lever des fonds.

Une introduction en bourse est faite par une entreprise dans le but de chercher un financement ailleurs que chez les banques. Cette alternative est utilisée car l’entreprise est sûre de la capacité de financement du service vers lequel il s’oriente. Alors, lorsque les marchés financiers africains présentent un défaut de liquidité, cela peut être vu comme la première cause de dissuasion. Ainsi, à mon avis, la campagne de rendre liquide les places boursières doit impliquer tant les acteurs du marché que l’Etat, étant donné que pour ce dernier la liquidité des marchés financiers lui est favorable dans le sens où cela lui permettra de lancer des emprunts obligataires et de financer ses grands projets publics. Les réalités culturelles du continent montrent que des personnes préfèrent garder leur argent dans leur maison ou participer à des banques traditionnelles appelées « Tontines », qui est une convention intervenant entre plusieurs personnes mettant des biens ou des capitaux en commun avec cette particularité que les sommes versées, leurs produits ou les biens meubles ou immeubles seront achetés à l’aide du capital et cela au bénéfice de tout un chacun, donc à tour de rôle.

Pour pouvoir mettre la main sur ce grenier ou épargne populaire, les marchés financiers doivent mener des campagnes de communication comme le font les banques de détails, ce que nous ne voyons pas souvent dans ces pays. Car la plupart des personnes méconnaissent l’existence des bourses. Pour attirer cette épargne du « secteur informel » il faut donc passer par une éducation financière intensive qui est une piste vers l’inclusion financière.
A cela s’ajoute un développement de la confiance, puisse que certains banquiers seraient vus par des africains comme des « voleurs » ce qui fait qu’ils n’ont pas confiance aux services qu’ils proposent.

Par contre, ces pistes de solutions ne sont de loin exhaustives car comme l’ont souligné certains analystes, il y a véritablement une complexité et d’innombrables obstacles non encore pris en compte pour la création des conditions favorables à la cotation des entreprises sur ces places boursières africaines et pour la prise en charge des recherches de liquidités des entreprises et des Etats.


Meissa LOMeissa LOAugust 14, 2018
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Résumé : Dans cet article, je montre l’utilité de diversifier les sources de financement dans une entreprise basée dans les pays émergents. Cette diversification stratégique peut contribuer à booster les marchés financiers dans ces états et zones où la bourse est très peu développée. L’article traite également de la corrélation qui exister entre un initial public offering (IPO) et le poids de certaines places boursières.

Le financement dans une entreprise comme dans un Etat se fait par deux modes, soit par des fonds internes à l’entité ou externes à celle-ci. La mondialisation a facilité depuis la deuxième moitié du XXe siècle, le mouvement des flux financiers, ayant comme conséquence, un choix de mode de financement des Etats et des grandes entreprises du monde orienté vers la dette [le financement par l’extérieur (banque, place boursière, fonds commun de placement)]. IL est évident que les raisons d’un recours à un financement externe pour les entreprises sont différentes de celles des Etats. Mais, l’intervention sur les places boursières est le premier choix des acteurs cités plus haut. Au niveau des Etats, par exemple, c’est le moyen le plus souvent utilisé par les pays développés (ou émergents), lorsqu’ils veulent financer de grands projets. Il s’agit d’un espace financier qui voit intervenir différents acteurs (Etats, grandes entreprises, fonds d’investissement etc.) et qui est souvent organisé de façon fonctionnelle (le marché de capitaux compartimenté par un marché monétaire et un marché des changes, marché boursier lui-même divisé entre celui des actions de sociétés et celui des obligations publiques et privées, etc.), temporelle (les marchés fonctionnent aujourd’hui 24h/24 et de plus en plus en temps réel), et enfin géographique (Europe , Amérique , Asie , Afrique).

Par ailleurs, on note une réelle corrélation entre le poids de ces places financières, et celui des différentes zones du monde où elles se situent. Le classement suivant des plus grandes places boursières du monde montre l’absence de l’Afrique ou de ses Entreprises (New York avec 19 223 milliards de dollars, Nasdaq 6 831 milliards de dollars, London Stock Exchange 6187 milliards de dollars, Tokyo 4 485 milliards de dollars, Shanghai 3 986 milliards de dollars, Hong Kong 3 325 milliards de dollars, Euronext avec 3 321 milliards de dollars). IL est aisé de constater ici, l’important des transactions financières qui s’opèrent dans les marchés et entre eux, se passe en Amérique du nord, Europe, et Asie, autrement dit entre les pays développés appelés super puissances. Ces places boursières enregistrent d’importantes capitalisation comme nous pouvons le constater et donc une capacité de financement assez importante pouvant attirer toute entreprise qui est dans un état de besoin de financement et qui compte faire recours à d’autres types de financement autre que l’endettement bancaire.

Pourtant, le continent Africain compte une vingtaine de place boursière avec près de 2 000 entreprises cotées, avec des ressources incommensurables (gaz, pétrole, diamant, blé, or etc.) échangées un peu partout dans le monde et donc une capitalisation boursière africaine qui n’est que d’environ 2% de la capitalisation mondiale, en 2014 le continent Africain présente aussi avec l’Asie Pacifique, des taux de croissance plus importants qu’en Europe ou aux USA.

Dans ces places financières africaines, on peut y retrouver quelques filiales de multinationales telles que Danone, Unilever, Total, Société Générale, China State Construction and Engineering Corporation (société chinoise de BTP), Bouygues, Exxon Mobil, Chevron, Shell, Randgold Ressources, Air liquide etc.

Des études ont permis de noter qu’un grand nombre de sociétés de gestion d’actifs investissent dans des sociétés africaines à potentiel rendement, ainsi qu’un nombre important de fonds communs de placement ont été créés notamment par KKR, Franklin Templeton, Nordea Investment Funds S.A, LFPI Asset Management, JPMorgan Asset Management ou Swiss & Global Asset Management

Mais aussi, la Chine, qui depuis un certain temps est vu comme désormais la première puissance économique, est implantée en Afrique. Son importante croissance a poussé les investisseurs chinois à trouver d’autres relais de croissance, ce qui expliquerait le choix de l’Afrique et les investissements dans le secteur des matières premières (agriculture, pétrole, mines) ce qui leur a permis d’avoir un positionnement stratégique, et par conséquent, ils apportent de remarquables flux de capitaux en Afrique. Et aujourd’hui ce pays est présenté comme le premier investisseur en Afrique. Qu’est ce qui expliquerait alors cette difficulté des bourses africaines à s’imposer par rapport aux autres ? S’agit-il d’un problème d’organisation des marchés financiers ? La cause serait-elle liée à une faible introduction en bourse des entreprises africaines ? Si oui, les conditions favorables à une importante introduction en bourse existent elles dans ces places boursières africaines ? Ces questions nous amènent à faire une étude sur les conditions posées par les bourses jugées aujourd’hui dynamique et qui facilitent aux entreprises une introduction réussie sur les places boursières. L’enjeu principal des entreprises nationales comme internationales est dans la recherche de financement. Les banques ont été pendant longtemps le seul interlocuteur des entreprises, exigeant des états financiers solides. L’entreprise dans ce cas a le choix et peut s’autofinancer sans avoir recours à des sources de financement externes. Ainsi, une source alternative de financement vit le jour afin de diminuer le pouvoir de négociation des intermédiaires financiers : il s’agit là des marchés financiers par appel public à l’épargne. Elle se définit selon le code monétaire et financier par les opérations suivantes :

  • L’admission d’un instrument financier aux négociations sur un marché réglementé ;

  • L’émission ou la cession d’instruments financiers dans le public

Pour avoir accès à ces marchés des capitaux, l’entreprise est tenue de réaliser une introduction en bourse. L’IPO (en anglais) qui consiste à placer sur le marché financier les titres de l’entreprise. Si les titres sont créés pour l’occasion, on parle d’une introduction en bourse par augmentation de capital. Et lorsque aucun nouveau titre n’est créé, on parle dans ce cas d’introduction en bourse par cession de titres.

De ce fait, l’organisation et la normalisation des marchés financiers se présentent comme les bases d’un marché efficient qui enregistre d’importants IPO. Cependant, nous pouvons noter que les conditions d’introduction en bourse nécessitent une amélioration ou réforme afin de permettre aux différentes entreprises locales comme internationales d’y être coter. Ce processus de formalisation et d’amélioration des conditions d’introduction en bourse pourraient être les facteurs clés de succès d’un marché efficient, dynamique précisément pour les places boursières africaines pas encore mature et qui sont sur la voie de l’émergence.

Références :

  1. PAOLA GRANATA, KATIE KIBUUKA et YIRA MASCARÓ : le coût du financement en Afrique : quelles politiques publiques pour réduire son coût et renforcer l’inclusion financière ?
    La finance africaine en pleine mutation, 2014/4 (N° 116), Pages 121 – 150.
    Editeur : Association d’Economie Financière
    Collection : Revue de l’Association d’Economie Financière
    ISBN : 978-2-916920-73-3
    368 pages – Parution : 01/2015#
  2. LUC RIGOUZZO : les fonds d’investissement : une source essentielle de capitaux à long terme pour les entreprises africaines
    La finance africaine en pleine mutation, 2014/4 Volume N° 116,
    Pages 213 – 228. Editeur : Association d’Economie Financière
    Collection : Revue de l’Association d’Economie Financière
    ISBN : 978-2-916920-73-3
    368 pages – Parution : 01/2015
    http://www.lemoci.com
    http://www.imf.org
    https://www.banque-france.fr

    Accueil


    http://banquemondiale.com
    https://www.african-markets.com/fr/bourse/jse


Florent BOUILLYFlorent BOUILLYJuly 28, 2018
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Lean managements technics are very efficient tools used to increase productivity and processes in several sectors such as automotive. Indeed, automotive companies are using lean management technics for several years and a well-known pioneer of these technics is Toyota. The founder of lean approach was, Taiichi Ohno, an executive member of Toyota during the 50’s. He wanted to focus on production processes, wastes, value streams and the Kaizen to improve Toyota’s efficiency and be more competitive on the automotive market.

This is the reason why, today, Lean manufacturing is often called “Toyota Production System” and this model is analysed by many companies in order to improve their activities.

In 50 years, Toyota became leader of a highly competitive market being in average 4 times more productive and 2 times more profitable than other competitors. These results are mainly due to Lean management and the way Toyota is organized, consequently we will look at how can we implement this model in financial services in order to reduce wastes and produce a more profitable and qualitative service.

Indeed, financial services are following very strict procedures mainly because of legal requirements and these procedures can be improve using lean management technics. As we discussed in the introduction, effects of lean has been demonstrated in the automotive sector which is organised by a succession of stages aiming to produce a final product.

The way Financial services are operating today, using sets of procedures explaining steps by steps what to do to accomplish a specific task, lead us to the conclusion that lean management technics used in manufacturing industry can be adapted to financial activities.

Knowing that lean management can be adapted to financial company, the most difficult point is now to look at how can these technics be implemented.

5 steps to Implement a lean strategy:

A first step that company usually follow is to choose one or several pilot sites where they will test and generate their news technics and ideas on current practices. This step should last 1 or 2 years in order to analyse effects of this new organisation on company’s activities and observe points that need to be improved.

Step 1: Define a target:

Define several objectives corresponding to key deadlines which could be represented in term of value, time, customer satisfaction or any kind of measurable data.

Step 2: Map

This step is important because we will define every action needed to create value in the activity such as the different step of a car production. We will create a map or a timeline going form the current state to the future state. This timeline or map is commonly called “value stream”. Then we will identify and categorize waste in the Current State, and eliminate them. This step will end up with a process where only “useful” steps are present.

Step 3: Flow

We will organise the value stream as a flow of step that we perform one after another. Then we will turn the flow to a product or service-focussed organization in order to put the service’s quality and performance as main point in the company. This will directly impact the production’s duration or services performance.

Step 4: Pull

This steps is mainly use for production of finished good as we will let the customer pull products as needed and so eliminate the need for sales forecast. In a services industry, such as finance, we will highlight which steps are needed by customers and focus on these ones. Consequently, it will remain only useful task and services in the company’s process as both customers and organisations will express what do they expect from each other.

Step 5: Perfection

This steps is not the end of lean implementation process because we can always improve a service or a production. We will restart at step 1 and go through every step again and again in order to keep only essential parts of the value stream.

What impact can we expect on Financial activities?

We can often hear people saying that lean management is only efficient in manufacturing activities because they are producing the same kind of product several times over long periods and that we can easily standardize this flow of production.

When we talk about implementing lean in industry of services, main part of people say that lean management is not applicable because tasks are too complicated.

When we step back and reflect about it, we observe that services are composed of long processes which could be sometimes more complex than those of manufacturing industries because they need to be specific to each client. The important thing to notice is that as long as we have processes to improve, lean management will be useful for the company. Hence, having processes in the financial industry makes the lean management implementable.

A difficult point will be now to convince people to get involve in a such organisation as lean strategy usually takes place on the long term and result are difficult to see on the sort term.

Many people will ask you the following questions: “Does this strategy will positively impact the financial turnover of the company? Will we see a real improvement on a financial point of view?”

A simple answer to this question is to make a quick exercise.

Find two teams having similar missions such as entering consumer transaction. We will give to each member post-it and ask them to detail how they process step by step to accomplish the task. This will create a map of the employee activity and way of working. At the end, we will put on a wall every map coming from each employee and will see which step are the most listed. This will give us the most important part to keep in the process and we will be able to look at the remaining others and see if it is possible to remove them.

After this exercise, we can now prove that on a middle to long term strategy, after some change in team’s organizations, the company will be able to perform a quicker and more qualitative service to its customer. The financial result of this strategy will be the reduction of costs, (less time to perform a task) and also an increase of the company’s turnover because employees will be able to perform more tasks in a same period of time compare than before thanks to this new organisation.

Lean is about standardizing processes to make problems visible and developing your employees’ critical thinking ability so that they can solve those problems and improve work processes. In these conditions, financial industry can take advantage of these methods and it’s sure that some of them have already started to use them in their daily activities.

Florent BOUILLY

References:

http://leleanmanufacturing.com/histoire-du-lean/

https://www.institut-lean-france.fr/lean-management-resultats-incomparables/

https://www.lean.org/WhoWeAre/LEINewsStory.cfm?NewsArticleId=17

http://www.industryweek.com/blog/lean-even-more-important-services-manufacturing


Julien CASTELAINJulien CASTELAINJuly 19, 2018
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La diversification classique, c’était avant

La gestion actuelle met en avant la disparition du concept de diversification appartenant à la théorie moderne du portefeuille développée par Markowitz dans les années 1950.

Le modèle de Markowitz a pour but de construire un portefeuille contenant des actifs à faible corrélation qui sont principalement des actifs risqués, d’une part, tels que les actions et des actifs non risqués d’autre part, tels que les obligations. Le mixte de ces deux classes d’actifs permet de minimiser le risque auquel un portefeuille est exposé pour un rendement donné. Ce portefeuille est usuellement nommé le portefeuille efficient. Le risque actions prédominant, les gérants se sont réorientés vers d’autres types de gestions.

Par la suite, la seconde génération de gestion a vu l’introduction, dans les portefeuilles des gérants de nouvelles classes d’actifs afin de réduire ce risque actions. Les fonds exposés à cette stratégie ont finalement été impacté au même titre que les actions par différentes crises telles que la bulle internet, les subprimes ou encore la crise de la dette souveraine pour ne citer que les plus récentes. Les classes d’actifs incorporées dans les portefeuilles dans un but de diversification se révèlent positivement corrélées aux actions.

Désormais, « prime » à l’investissement factoriel

Après un entretien avec un membre d’une société de gestion afin de connaître davantage cette stratégie, j’ai pu en apprendre davantage sur ces portefeuilles long/short qui représentent le présent de la gestion de portefeuille institutionnelle. Exit la diversification opposant actions et obligations qui tendent à se corréler en période de forte aversion au risque, les actifs tels que les actions sont désormais décomposés en facteurs (Figure 1).

Figure 1 : Les facteurs utilisés

Facteurs

Description

Marché

Rendement des actions supérieur au taux sans risque.

Valeur

Rendement des actions surévaluées comparé à celles sous évaluées.

Momentum

Les actions qui ont performé dans un passé plus ou moins proche tendent à performer davantage que les autres.

Volatilité

Préférence des actions à faible volatilité qui surperforment historiquement.

Taille

Les petites entreprises surperforment les grandes en rendement.

La nouvelle génération de gestionnaires considère donc ces facteurs afin d’optimiser leur rendement en lieu et place des actifs traditionnels.

À partir de ces facteurs, il est possible de construire les portefeuilles long/short précédemment évoqués afin de bénéficier des primes provenant de chaque facteur (Figure 2).

Facteur value:

L’idée est que la prime de valeur est obtenue en étant long des actions sous-évaluées (rapport entre le dernier prix de l’action et son prix moyen à long terme) et short des actions surévaluées. Partant du

principe que les prix des actions devraient converger vers leur prix moyen, ce principe d’arbitrage permet de se couvrir en période de crise même si le risque reste présent.

Facteur momentum :

La prime momentum est la plus intuitive puisqu’elle consiste à acheter les actions qui ont performé dans un passé plus ou moins proche, généralement 1 an et, à l’inverse, vendre celles qui ont sous-performé en comparaison à un ensemble d’actions.

Facteur volatilité :

La volatilité est une mesure importante du risque. Elle est calculée à partir de l’écart-type des rendements des actions en portefeuille. Plus le rendement espéré d’un portefeuille est important, plus le risque qui en découle, matérialisé par la volatilité, sera important. La prime de volatilité provient par conséquent de l’achat des actions à plus faible volatilité et la vente des actions à forte volatilité.

Facteur taille :

Historiquement, les petites capitalisations surperforment les grandes capitalisations puisque les premières peuvent être comparées à des valeurs de croissance tandis que les secondes à des valeurs de rendement. L’achat des petites capitalisations couplé à la vente des grandes capitalisations permet par conséquent d’obtenir une prime qui est appelée prime de taille.

La liste des facteurs présentés précédemment est une liste non-exhaustive. Il existe d’autres facteurs qui ne seront pas abordés dans cette article tels qu’entres autres les facteurs de croissance, de qualité et de dividende.

Une stratégie d’arbitrage factoriel

Figure 2 : Exemples de stratégies

Source : Revue Banque, Septembre 2016

Une fois les stratégies mises en place, le rôle de l’asset manager (AM) est de déterminer quels sont les actions à vendre ou à acheter. Dans le cas du facteur value, l’AM doit déterminer quels sont les actifs sous-évalués (respectivement surévalués) qu’il achètera (vendra).

En règle générale, l’AM effectue un classement des actifs présents dans un certain univers (Figure3). Prenons l’exemple d’un fond ayant pour benchmark le CAC40, l’univers représentera l’ensemble des 40 actions composant l’indice français. Le gérant choisira ensuite les N valeurs les mieux classées et les N valeurs les moins bien classées afin de constituer son portefeuille. Le choix du N varie en fonction des fonds prenant en compte le risque auquel ceux-ci acceptent de s’exposer.

Figure 3 : Constitution d’un portefeuille

Source : Revue Banque, Septembre 2016

Et le risque me diriez-vous?

Le risque d’une stratégie smart béta peut être mesuré à l’aide de 3 indicateurs :

  • Exposition aux facteurs des titres

  • Covariances entre les facteurs

  • Covariances entre les titres

Il s’agit finalement de calculer la variance du portefeuille comme pour une gestion active traditionnelle sauf que les facteurs d’expositions sont désormais pris en comptes.

Soit :

X =

la matrice d’exposition des n titres aux k facteurs.

F =

La matrice de variance covariance des rendements des facteurs.

Variance du portefeuille :

Avec

vecteur des poids des N actifs

Δ = vecteur des risques spécifiques des actifs

L’investissement factoriel, un investissement « smart »

Les points forts du « smart beta » sont donc multiples. Malgré un risque qui persiste et qui ne disparaitra jamais en intégralité, il peut être atténué. La stratégie d’arbitrage des portefeuilles long/short permet de se couvrir ou du moins d’atténuer le risque de perte en cas de forte volatilité ou encore de crise. Historiquement, les fonds dont la stratégie est l’investissement factoriel tendent à traverser les crises avec des pertes moins conséquentes que pour des fonds gérer « traditionnellement ».

Reste à savoir si, comme beaucoup de stratégies d’investissement, le « smart beta » ne restera qu’une mode temporaire ou si celle-ci persistera dans le temps.

Bibliographie :

  • « Les écueils des méthodes d’allocation d’actifs traditionnelles », Revue Banque, Juin 2016
  • « La systématisation progressive de l’alpha des gérants », Revue Banque, Juillet 2016
  • « L’espoir de la diversification effective par les primes de style académiques », Revue Banque, Septembre 2016
  • « La corrélation entre les facteurs au centre du jeu », Revue Banque, Octobre 2016
  • « Pour une mise en œuvre robuste des stratégies d’investissement factoriel », Revue Banque, Décembre 2016
  • « L’investissement factoriel », Vanguard, Avril 2015

Matthieu VITEAUJuly 13, 2018
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Les Cahiers de la revue Défense Nationale ont publié en juin 2013 un numéro portant sur le thème “Nouveau monde, nouveaux décideurs?“. Parmi les articles proposés figure un entretien croisé mené par trois stagiaires d’écoles françaises (Ecole Nationale d’Administration et Ecole de Guerre) autour de l’aide à la prise de décision. Ils ont choisi d’interroger deux conseillers politiques et un conseiller juridique qui avait achevé leurs missions quelques mois auparavant.

En voici quelques extraits (l’intégralité de l’entretien se trouve pages 37-44 du numéro et accessible à partir de ce lien: http://0602.nccdn.net//000/000/057/16d/Int-gral-articles-Nouveau-monde–nouveaux-d-cideurs.pdf#page=39).

Qu’appelle-t-on « l’aide à la prise de décision » ?

« L’aide à la prise de décision » renvoie à tout ce qui permet au décideur d’analyser le cadre de son action qu’il s’agisse de ses forces, de ses vulnérabilités, du temps ou du lieu de son action. Deux types de conseillers fournissent cette aide au chef: certains s’inscrivent dans la durée et influent, confortent ou contredisent l’analyse et la décision du chef. Les autres possèdent une connaissance approfondie dans un domaine et sont chargés de traduire en concepts les questions éventuellement imprécises posées par le décideur.

Le preneur de décision doit nécessairement reconnaître qu’il ne dispose pas de l’ensemble des informations pour prendre une décision éclairée. Il doit alors faire appel à un ou plusieurs individus disposant de compétences (méthodologie, connaissances sectorielles, savoir-faire, savoir-être…) susceptibles de lui faire appréhender la complexité des environnements affectés par et affectant sa propre prise de décision.

En quoi les conseillers impliqués dans la prise de décision éclairent-ils le décideur?
Ils interviennent en planification opérationnelle pour enrichir le processus non seulement de leurs compétences et connaissances mais également de leurs perceptions et sensibilités. A ce niveau de prise de décision, les opérations sont par essence complexes et transverses: les spécialistes n’interviennent que s’ils s’enrichissent mutuellement pour créer des ponts et dégager la cohérence de cette complexité. Les généralistes sont capables de faire communiquer les intuitions, les faits (y compris dissociés) et les compétences de manière fluide et itérative. Beaucoup de questions appellent des réponses pluridisciplinaires.

Le chef demeure cependant celui qui décide: les conseillers ne doivent pas se substituer au chef et encore moins décider pour lui.

Un autre rôle des conseillers est celui d’interface avec le monde extérieur de l’organisation que dirige le chef. Ils peuvent interagir avec la presse et les media, les investisseurs et actionnaires, les autorités politiques locales, etc. En plus de maintenir un contact avec la réalité et les environnements dans lesquels évolue le chef, ils peuvent, s’ils ont été autorisés par ce dernier, agir en tant qu’extension de sa volonté. Cela donne au chef une autre perception des réalités, parfois en décalage avec l’esprit de l’organisation qu’il dirige. Cette vision hors de la boîte lui est précieuse.

Le décideur décide-t-il encore avec la part croissante de cette aide à la décision ? Quelle est sa véritable marge de manœuvre ?

Le décideur est toujours amené à agir dans un cadre de contraintes plus ou moins important et rigide. Il doit avoir une vision la plus claire possible de sa marge de manœuvre. Il semble qu’il n’y ait pas de liberté de décision totale. Une prise de décision peut être optimale en fonction des informations nécessaire ment limitées et relatives à un instant « T ».

La marge de manœuvre est une perception que le preneur de décision a vis-à-vis de ses supérieurs, ses subordonnées et des environnements dans lesquels il évolue. Même dans un environnement a priori fortement contraint, il dispose de marges de manœuvre : c’est à lui de les trouver, avec une éventuelle aide à la décision.

Un décideur efficace est celui qui sait trouver l’équilibre entre le recours à l’aide à la décision, entre le moment et la capacité de trancher, et la capacité à justifier/expliquer/persuader en amont comme en aval, sa décision.

Le conseiller n’est pas censé se transformer en organe de décision d’où la nécessité pour lui de proposer diverses options. Le décideur conserve le pouvoir final de décision, éventuellement en prenant un ou plusieurs risques qu’auront préalablement identifiés son état-major et ses conseillers. En revanche, dans certaines situations, il existe un risque que des conseillers prennent une place trop importante et ne présentent pas certaines options car ils les considèrent trop risquées (« impossibles »), ce qui prive effectivement dans ce cas le décideur d’une partie de sa marge d’appréciation.

Trop d’aide à la prise de décision dans trop de domaines ne paralyse-t-elle pas l’action du décideur ?

Il est dans la logique des choses d’aboutir de temps à autre à des avis conflictuels entre « aides à la décision » mais c’est précisément au décideur qu’il appartient de faire prévaloir tel avis sur tel autre.

Cette paralysie est d’autant plus fréquente et importante que l’on fait appel à des « experts » ou « spécialistes » sectoriels qui peinent à envisager leurs missions et leurs positions dans un cadre d’action global. À force de se focaliser sur leur champ d’expertise, ils en oublieraient l’image globale.

L’aide à la décision pourrait être appréhendée comme une équipe de généralistes dont la démarche cognitive et la réflexion serait en perpétuel mouvement, en recherche d’information – y compris, celles pouvant paraître farfelues – mais qui permettraient d’envisager une problématique sous un nouveau jour. Il reviendrait au décideur de déterminer la taille, et si possible, la forme de l’aide dont il estime avoir besoin.

De manière plus générale, le potentiel « négatif » de l’augmentation des outils d’aide à la décision (humains ou informatiques) va grandement dépendre de la personnalité du décideur et sa conception de son rôle. Des ordres généraux qu’il va donner à son état-major et à ses conseillers (et surtout de l’autorité qu’il va leur déléguer) va découler le poids de structures d’aide à la décision.

N’assiste-t-on pas, avec cette aide à la décision, à une forme de dilution de la responsabilité du décideur ?

Le décideur est bien le seul responsable devant l’opinion publique ou la justice. Il se sait pertinemment et constamment observé.

La responsabilité d’un décideur peut être mise en cause parfois avant même qu’elle ne soit établie. La sanction, suite à une éventuelle faute ou erreur perçue (par les médias, les responsables politiques, économiques, la société…) peut être administrée de manière formelle (notamment par la justice selon le code de procédure pertinente) ou bien de manière informelle (attaque informationnelle par le moyen du Net, entre autres).

L’aide à la décision, lorsqu’elle est synonyme de commande à un cabinet « d’aide à la décision », « de stratégie »… peut être le moyen de se prémunir, ou de limiter la mise en cause de la responsabilité en se procurant un bouclier à prix d’or (ex. : « je suis peut-être responsable de cette erreur, mais je ne suis pas le seul : j’avais au préalable fait appel à tels et tels cabinets qui m’ont suggéré d’agir ainsi. Et ces cabinets, ce ne sont pas n’importe qui… »). Le décideur est celui qui prend en dernière instance sa décision. C’est sa volonté qui s’exprime dans le cadre des limites que ses supérieurs et ses environnements lui imposent. Il y a des cas où la dilution de la responsabilité découle du caractère du décideur. Et généralement, cela s’en ressentait à travers toute l’organisation qu’il dirigeait.

L’aide à la décision s’est étoffée justement parce que la responsabilité personnelle du décideur est de plus en plus fréquemment engagée, ce qui nécessite de lui présenter une vision plus globale – et plus précise, que celle qu’il pourrait se créer tout seul afin que l’ensemble des risques soit effectivement pesés. En cas de mise en cause, tous les documents produits par les différents acteurs de l’aide à la décision lui permettront de bâtir sa défense de façon plus efficace.

En termes de rapport au temps, les conseillers sont-ils en mesure d’apporter une véritable aide à la décision du chef des opérations compte tenu des calendriers (temps politique, temps de l’action, temps médiatique) parfois en décalage sinon en contradiction ?

La décision doit s’inscrire dans le moment opportun.

Par conséquent, c’est à l’aide à la prise de décision d’anticiper ! Cela induit nécessairement que l’expert doit savoir se limiter dans l’exercice de sa compétence technique ou en tout cas rester synthétique, s’il veut être au rendez-vous fixé par le chef. Il faut être dans le tempo.

Il faut absolument comprendre les différentes temporalités qui affectent une opération (l’immédiateté d’une opération tactique, la planification opérationnelle, les considérations stratégiques, le temps politique, la longue durée historique) pour comprendre l’environnement humain dans lequel le chef évolue.

Bien que de préférence généraliste, les conseillers au niveau décisionnel n’en sont pas moins différents les uns des autres par leur manière d’envisager une situation, par leur savoir-être…

Ils travaillent néanmoins au sein d’une équipe au service du chef. L’idéal serait qu’ils travaillent en équipe, c’est-à-dire ne perdant pas de vue et l’image générale et le but à atteindre.

Matthieu VITEAU


Matthieu VITEAUJune 21, 2018
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Definitions

Resilience is the capacity of a system, be it an individual, a forest, a city or an economy, to deal with change and continue to develop. It is about the capacity to use shocks and disturbances (a financial crisis or climate change for instance) to spur renewal and innovative thinking[1]. I would contend that  “continuing to develop” means “continuing to create value to similar levels to the situation preceding the occurance of a shock”.

“Value” here is to be understood as a generic term similar to output: basically anything that a system creates to sustain itself, grow and reproduce before it expands its energy and degenerates. Value can be as obvious as life (manifested in the tendency shown by ecosystems and human beings to survive after the occurrence of, for example, natural disasters, terrorist attacks, wars, industrial accidents, even layoffs to an extent), goods and services. It can also be abstract and far less visible such as personal data, intellectual property, etc.

Systems are a set of elements linked together and interacting according to rules or principles. They can be living (ecosystems, human beings, etc.) or not (supply chains, transportation systems and energy grids); either tangible (human communities including companies and cities) or intangible (computer systems, satellite communication networks, etc.).

A shock is a situation either short (an event in a point in time) or more prolonged (such as war, a long lasting economic crisis, a constant threat etc.) that has a dramatic impact on what is considered by the system elements to be a (their) normal course of action.

A continuum of shocks?

As a consultant in strategy, I’ve been increasingly called upon to help decision makers shape, improve or step up (if not downright create) resiliency in the organisations they manage. Discussions I have when developing such a project usually reach a point where the question of opportunity arises: “how much will the creation of a redundant network of communication, the establishment of an alternate headquarters, the reduction of social tension, etc. cost my organization?”

This is where I believe vision and conviction come in. I have observed that the need to launch resiliency-related projects emerged at about the same time shocks, no matter their nature, were perceived to be occurring in unending strings. Organisations felt they no longer had the time necessary to recover from one shock before the next one occurred. Contingency plans’ purposes appear to not only make organisations better at reacting to a shock but also at inscribing them into a continuum of shocks (or situations perceived as such).

My perception is that an organization is deemed resilient if it is geared to endlessly absorb shocks while still being able to generate an amount of value close to the pre-shock situation. It may just be impossible for systems to sustain such a rhythm over an extended period of time, especially when it comes to living biological systems[2].

Shocks are the brutal confrontation of energies

Each shock entails the brutal encounter of at least two forces. Complex and/or successive shocks within a given timeframe usually involve more than two types of energy. Systems, whether abstract such as organisations or living like human beings, generate energy: this is what keeps them moving forward and generating value. Organisations have goals to meet, constraints to observe, resources to achieve their target objectives. These inputs go through a complex process to meet these objectives and they require energy to be processed, no matter if the objectives are met or not. Once an organization has settled into a rhythm (often noticeable by monthly, biannual and other time-sensitive reports), the amount of efforts needed to deliver on the target objectives decreases. The organization can enter into a sustained rhythm of delivery and work processes, until comes the shock.

The shock will disrupt that “cruising speed” and will endanger, at least momentarily, the organisation’s ability to generate value. The shock may be as radical as wiping a system out (living beings are killed and physical assets are destroyed; durable lack of confidence and reputational loss lead to the disintegration of the customer base and a company goes out of business), or just disruptive to a lesser degree (it may however translate into a temporary or permanent loss of competitiveness for instance).

Drawing upon energies to recover from shocks

As soon as the shock occurs, energy will be taken from inside the system to 1) protect it as much as possible, 2) repair it as quickly as possible.

A resilient professional organisation will have, before a shock occurs, thought of a business continuity plan. The latter contributes to the creation of output at close-to-normal levels while the organization mends itself.

However, no matter how resilient an organization is, it will have to readjust some or all of its internal energies to make it possible to absorb the shock and repair itself. It may also have to resort to external energy (asking for governmental support, for instance, or from its suppliers).

Organisations will require endless amounts of energy and investments if they begin to look at their environments as strings of endless shocks and expect themselves to be resilient over the long term. Their efforts will be commensurate to the degree of complexity and dynamism those environments experience.

In other words: if organizations start wanting to be resilient about everything over the long term, they risk exhausting all their resources. They will not only lose sight of their purpose and vision, but also they’d spend all their energies in into absorbing shocks instead of using it to move forward and fulfill their goals.

Resilience and systems of system

Resilience over the long term can only be achieved if systems evolve in environments that support them. That is, for example, companies can draw constant energies from their suppliers, customers, employees, shareholders, regulators, even competitors. That can only work if the supported organization also supports the other elements in the system of systems (the system of systems being here the fabric of an economy whatever its scale).

Environments are diverse and varied. They can be ecological, social, regulatory, cultural, financial – any nature, as environments are all facets of a single reality. They are everything phenomena that impact an organization’s ability to meet its desired end state. An organisation’s resilience is likely to be stronger when its environments contribute to the absorption of shocks. Resilience is not turned inward but outward: when a shock occurs, the energy needed to absorb it will be shared among various components of the system of systems the organization belongs to. The burden on a shocked organization will be less intense thus.

Resilience within, resilience without

The bottom line of resilience is that it is a systemic notion. It is not so much about an organization but the environments the organisation belongs to, what it contributes to them and what it can draws from it when disaster strikes.

[1] This generic definition is used by the Stockholm University and the Royal Swedish Academy of Science. The definition goes however further: “Resilience thinking embraces learning, diversity and above all the belief that humans and nature are strongly coupled to the point that they should be conceived as one social ecological system.” While this position may be seen as somewhat restricted and restrictive for tangible applications, it also has the advantage of considering humans within the physical environment. That is, they generate and are impacted by energies and shocks that may contribute to the unbalance of the ecosystems they live in.

[2] The most obvious and time-tried manifestation of that limit are armies. Military commanders and planners are fully aware that human beings (soldiers) and materiel (jets, ships, weapons systems etc.) need to recover after a given period of time otherwise they will stop “performing”. A soldier’s career follows a rhythm of “training, fighting, recovering”. The same goes for materiel as it is maintained, used in combat and repaired. Not recognizing these constraints and overusing either human beings or materiel leads to critical failures at dire times.


Matthieu VITEAUMay 29, 2018
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One of the objectives often sought by companies is to merge. Whathever the reasons presiding over such a decision, it usually results in a larger structure. Global companies have nearly all begun as a small or medium size businesses. Bigger is not necessarily better, especially when doing global business. Medium and small-sized businesses may likely do better business abroad. This assertion may prove more accurate as each day passes and larger corporations become increasingly vulnerable to extra-territorial economic sanctions when doing global businesses.

Bijan Khajehpour, a frequent contributor to al-Monitor reports in this article:

http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2017/10/iran-financing-european-banks-japan-china-sanctions.html

foreign banks are slowly reconnecting with their Iranian counterparts and other Iranian economic agents. Amongst those he highlights are two from Iran’s main trading partners (China and South Korea), Russia, but also from Europe.

What is probably worthy of interest is the size of the European banks involved, as well as the countries they operate from. The Danske Bank is Denmark’s largest bank with a very strong regional footprint in the Baltic Sea region and with international outreach. Oberbank is an Austrian bank which capital structure is essentially made up of local and regional Austrian banks.

It is quite likely that this is no surprise for these banks to be amongst the first to venture into Iran-Europe business – and for them to feel to be “allowed” to do so by governments. I suspect the Dankse Bank and Oberbank not to be significant enough – at least not as significant as Barclays, JPMorgan and Société Générale – to warrant the attention and efforts of the Office of Foreign Assets Control of the US Department of the Treasury.

Additionally, although Denmark and Austria are member states of the European Union – and as such are as much instrumental as any other member states in the decision making process relevant to the EU’s Common Foreign and Security Policy -, they are probably perceived to have limited political interest in the eyes of the US State Department and the Treasury.

In short: any activity – be it of business and economic, political, social nature – from these countries are less likely to be noticed and impeded by international constraints.

There is no comparison to the Chinese and South Korean involvement coming with respectively CITIC group and China EXIM bank for the former, KEXIM for the latter. All three are government-owned financial institutions and both countries very likely carry a heavier weight in the US Treasury’s considerations.

Of note are both European banks’ investment policies: these promote and provide prudential services for medium size companies (Oberbank’s capital structure is especially telling in that regard) when doing business abroad and enter into international ventures. These projects do not usually draw anyone’s attention, contribute to the development of the economic fabrics at the local and regional level with possible long term snowball effects on society.

As much as all politics is local, business ties a more likely to be successful if developed at a local scale. Doing so heighten the chances no to draw international politics into deals’ decision making process, attract the attention of (international) competitors and to understand the local dynamics and complexity of the markets.



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