Heinz LORSEHeinz LORSEJanuary 21, 2013
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„Prof. Maliks Bestseller “Führen Leisten Leben” wurde im Oktober 2011 von einer internationalen
Autorenjury unter eines der “100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten” gewählt. (“Die 100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten. Alles, was man wissen muss”, Hamburger Murmann Verlag, 2011).

In “Führen Leisten Leben” gibt Prof. Dr. Fredmund Malik den Lesern alles an die Hand, was sie über
Management und den Führungsalltag wissen müssen – konkret, praxisnah und effektiv.
“Suche während des Goldrauschs nicht nach Gold, sondern verkaufe Schaufeln!” Dieses Prinzip
steckt auch hinter Maliks Klassiker. Denn der liefert der Wissensgesellschaft das Handwerkszeug.
Und zeigt, was man braucht, um Meetings abzuhalten, Mitarbeiter zu führen oder Strategien
umzusetzen.” (Managementbuch-Review, 12/2011)

Mit seinen Ratschlägen können sie in ihrer Organisation erfolgreich sein, ohne sich durch einen
ganzen Berg von Führungsliteratur zu wühlen. Für diese neue Ausgabe hat Prof. Dr. Fredmund Malik
sein Grundlagenwerk, das längst ein Klassiker der Managementliteratur geworden ist, überarbeitet
und erweitert. Erstmalig ordnet er seine Gedanken in ein Gesamtmodell von Gutem und Richtigem
General Management ein – für Institutionen wie auch für das Selbstmanagement.

Maliks Ausgangsthese ist es, dass der Beruf des Managers nirgendwo gelehrt wird, sondern jede
Person jederzeit in die Situation kommen kann, einen Prozess oder eine Organisationseinheit
managen zu müssen. Neben Talent benötigt sie hierbei vor allem einen Werkzeugkasten für die
Vorgehensweise. Die sechs Grundregeln der Führung bestehen laut Malik aus der
Resultatorientierung, der Bewertung des Beitrages zum Ganzen (aus dem dann ein sinnvoller
Ressourcenaufwand abzuleiten ist), der Konzentration auf weniges, der Nutzung von Stärken (und
nicht der Ausmerzung von Schwächen), dem Aufbau von Vertrauen und einem positiven Denken. Aus
diesen leitet Malik dann im dritten Teil die fünf Kernaufgaben seines Ansatzes der wirksamen Führung
ab: Zieldefinition, Organisation, Entscheidung, Kontrolle und Mitarbeiterentwicklung. Im vierten Teil
des Buches erläutert Malik ein Set von sieben Werkzeugen, mit denen die Führungsaufgaben
umgesetzt werden können: Sitzungen, Berichte, Job Design und Assignment Control, Persönliche
Arbeitsmethodik, Budgetierung, Leistungsbeurteilung und systematische Müllabfuhr.“

Quelle: http://www.malik-management.com/de/malik-corporate/publikationen/buecher/fll

Anmerkung:

Malik zeichnet das Bild einer wirksamen Führungskraft, die sich nicht als Medienwunder präsentieren,
gar beim Ausscheiden eine „Blutspur“ hinterlässt, sondern als Unternehmer über viele Jahre für ein
Ziel arbeitet und profitables Wachstum sichert. Darin zeichnet er ein düsteres Bild von Managern, die
sich häufig selbst überschätzen und eben nicht wirksam sind. Er zeichnet hierzu im Kontrast ein neues
Bild, das geeignet erscheint, in den Zeiten der „Großen Transformation 21“ (vergl. sein Buch
„Strategie“) Unternehmen in eine neue, profitable Zukunft zu führen.

 


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERJanuary 8, 2013
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Unter diesem für deutsche Verhältnisse geradezu provokativen Titel hat der Journalist Henrik Müller seine Beobachtungen über die Verbindung von Wirtschaft und Patriotismus zu Papier gebracht. Müller ist geschäftsführender Redakteur des Manager Magazins, einer Wirtschaftspublikation der Spiegel-Grruppe:

„Irgendwann in den vergangenen Jahrzehnten haben die Bewohner der Bundesrepublik den Glauben an sich selbst verloren. Nicht unbedingt jeder an sich persönlich, sondern eher den Glauben an die Leistungsfähigkeit des Landes – das Vertrauen in die Kraft der eigenen Gesellschaft, der Wirtschaft. Der Nation, wenn man so will. Längst ist die Krise kein technisch-ökonomisches Problem mehr, das sich mit eiligem Drehen an einigen Stellschrauben des volkswirtschaftlichen Apparats beheben ließe. Sie ist ein chronifiziertes mentales Leiden, und zwar ein kollektives.“


Heinz LORSEHeinz LORSEJanuary 7, 2013
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Das Buch enthält einen bösartigen Inhalt, und genau darum empfehle ich es ausdrücklich. Es
beschreibt auf schonungslose Art und Weise, wie in deutschen Verwaltungen mit dem Faktor ‚“Human
Ressource“ umgegangen wird. Zwei Überschriften mögen als Beispiel dienen: „ Betr.: Als ich
eingestellt wurde, war mein Rauswurf schon beschlossen“ oder „Betr.: Mein Chef ist ganz nah …
und doch unerreichbar fern“.

Martin Wehrle vergleicht die besonderen, in Verwaltungen herrschenden Regeln mit einem Irrenhaus.
Sein Teil EINS lautet entsprechend: „Ein Käfig voller Narren“. In Teil ZWEI gibt er praktische
Überlebensstrategien unter der Überschrift „Raus aus der Anstalt“. Lebenspraktische Berichte über
den täglich erfahrbaren Wahnsinn beschreiben Situationen, die eigentlich „irre“ sind. Der Leser wird
jedoch nicht widersprechen, erkennt er sich darin in eigenen Erfahrungen.


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERJanuary 6, 2013
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„Betrachten wir die Weltwirtschaft, so sieht man ein Schlachtfeld vor sich, auf dem sich die Unternehmen einen gnadenlosen Krieg liefern. Gefangene werden nicht gemacht. Wer fällt, stirbt. Der Sieger kämpft nach alterprobten kriegsstrategischen und sehr einfachen Regeln: die beste Vorbereitung, die schnellsten Bewegungen, der Vorstoß auf feindliches Terrain, gute Verbündete, der Wille zum Sieg.“

So schreibt der französische Präsident Francois Mitterrand in seinem Regierungsprogramm für die zweite Amtszeit im April 1988.

Mitterand hatte trotz der Tatsache, dass er Mitglied der sozialistischen Partei Frankreichs war, die über den rein betriebswirtschaftlichen Rahmen hinausgehende Bedeutung der Luft- und Raumfahrtindustrie für den Staat erkannt. Er beteiligte sich, wie auch Helmut Kohl für die Deutschen und Prinz Charles für die Briten immer wieder an für Airbus verkaufsfördernden Maßnahmen.

Seit dem Einstieg der Europäer in den damals noch amerikanisch dominierten Luftfahrtmarkt herrscht ein Kampf um die Macht am Himmel. In seinem Buch „Airbus gegen Boeing – Wirtschaftskrieg der Giganten“ zeichnet der F.A.Z.-Redakteur Gerald Braunberger, der als ausgewiesener Kenner der Materie gilt, die Wege der beiden Unternehmen Airbus und Boeing, die heute den Markt dominieren, auf. Er beschreibt die großen Linien ihrer Produkte, Strategien und Vorgehensweisen. Das Buch hat seine Existenzberechtigung, der dem Thema geneigte Leser wird eine Fülle von Informationen erhalten, und doch, wenn man es weglegt, fehlt etwas: Wirtschaftskrieg, das sind nicht nur die großen Schlachten um strategische Aufträge, das sind insbesondere auch die kleinen Anekdoten des Wirtschaftskrieges im Unternehmensalltag zwischen Airbus und Boeing, aber auch zwischen Franzosen, Briten und Deutschen innerhalb von Airbus, die einem solchen Buch noch mehr „Würze“ verliehen hätten.

Gerne wird die Auseinandersetzung zwischen Airbus und Boeing und auch das vorliegende Buch von manchen, so auch dem Verlag, ein wenig marktschreierisch als “realen Wirtschaftskrimi” angepriesen. Das es mit harten Bandagen in der Wirtschaft, und dies insbesondere in der Luft- und Raumfahrt zugeht, sollte niemand überraschen. So ist das Buch eher eine Beschreibung eines Zustandes, der in vielen Bereichen als „normal“ betrachtet werden muss, und nicht ein Krimi.

Interessant ist das Buch auf jeden Fall. Manager, Berater, Sicherheitsverantwortliche, Ingenieure, Fans von Airbus und von Boeing, oder einfach nur Flugzeugbegeisterten wird dieses Buch eine interessante Lektüre bieten.

Airbus gegen Boeing: Wirtschaftskrieg der Giganten
Verfasser: Braunberger, Gerald
Erschienen: Frankfurt am Main : F.A.Z.-Inst. für Management-, Markt- und Medieninformationen, 2006
Schriftenreihe: Frankfurter Allgemeine Buch
ISBN: 3-89981-116-X ; 978-3-89981-116-2

Bernd Oliver BUEHLER

 

 



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