Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERApril 18, 2013
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1min2530

Bauer-Jelinek, Christine: Business-Krieger – Überleben im Zeitalter der Globalisierung. Manz – Verlag C.H. Beck oHG München. ISBN 3-406-50773-5

„Wir haben den Krieg gewonnen!“, triumphierte der Chef des britischen Handy-Riesen Vodafone, als dieser nach einer medienwirksamen Übernahmeschlacht den deutschen Traditionskonzern Mannesmann gegen dessen Willen geschluckt hatte. Wenn diese aber den Krieg gewonnen haben, wer hat ihn dann verloren? Wer sind die Opfer? Seit wann wurde uns dieser Krieg erklärt? Ist er zu Ende, oder ist es nur der Anfang einer Serie von Schlachten und Kriegen? Sind wir darauf vorbereitet? Können und wollen wir gewinnen? Und wenn nicht, was haben wir zu verlieren?

Aufstieg und Fall von Unternehmen liegen trotz Innovation, guter Produktpalette und Zukunftspotential immer enger beieinander. Offensive und defensive Strategien erfahren eine neue Bedeutung. Unternehmen, die in ihrer bisherigen Struktur von Dauer schienen, verschwinden (Grundig), übernehmen andere (Daimler-Chrylser) oder werden übernommen (Mannesmann).


Ulrich LEHMANNUlrich LEHMANNMarch 10, 2013
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1min2430

Autor: Frank Sieren.
Erschienen im Carl Hanser Verlag, München, 2013.

Für den Westen nichts Neues

Im neu erschienen, sehr lesenswerten Buch “Geldmacht China” bringt der in Peking lebende China-Experte und Handelsblatt-Kolumnist Frank Sieren fast Unmögliches fertig: er verpackt ein volkswirtschaftliches Sujet in einen leicht lesbaren, stellenweise packenden Schreibstil, ohne daß sein Thema oder dessen Ernsthaftigkeit darunter leidet. Für an China Interessierte, für Genießer wirtschaftsgeschichtlicher Leckerbissen, für mit Außen- und Wirtschaftspolitik Befasste eine angenehme Pflichtlektüre, für “normale” Leser ein exzellentes Wirtschafts-Sachbuch.

Frank Sieren vermittelt uns in “Geldmacht China” die Geschichte des zur Weltwährung aufsteigenden chinesischen Yuan greifbar und relevant, ohne sich in VWL-Fachsprache zu ergehen. Dabei bringt er faszinierende historische und aktuelle Parallelen und kommentiert die derzeitige Euro-Währungskrise sowie politische Auswirkungen der Yuan-Erstarkung. Überraschend: ein Wirtschafts-Sachbuch ohne eine einzige Tabelle!


Heinz LORSEHeinz LORSEFebruary 18, 2013
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8min2700

Verlag:        Berlinverlag GmbH, Berlin
Vorwort:    Helmut Schmidt
Autor:         Joachim Käppner

Eine publizistische Sensation“ (Handelsblatt) – ich darf ergänzen: Ein grandioses Buch.

Das Buch ist mit einer ungeheuren Intensität, verständlichen und zugleich eindrucksvollen Sprache geschrieben. Es fesselt den Leser von Beginn an.

Es ist dem großen Denker und Staatsmann Helmut Schmidt vorbehalten, ein würdiges und angemessenes Vorwort zu schreiben. Es nimmt nichts vorweg, sondern zeichnet behutsam den Weg, auf den sich der Leser begeben wird, wenn er sich mit dem Leben und dem Werk von Berthold Beitz zu beschäftigen beabsichtigt. Die Worte sind wohl gewählt, nicht aufdringlich, doch lassen sie schon von Beginn an eine Ahnung aufkommen, dass dieses Buch stilistisch und inhaltlich etwas ganz Besonders ist. Helmut Schmidt zeichnet auf seine ihm eigene klare und hanseatische Art und Weise das Bild eines Mannes, dessen Lebenswerk außergewöhnlich ist und es sich lohnt, damit zu beschäftigen.

Der Autor: „Joachim Käppner, geboren 1961, ist Ressortleiter München bei der Süddeutschen Zeitung und Kolumnist der SZ am Wochenende. Von 1992 bis 2000 arbeitete der Historiker als Redakteur und Reporter beim Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt. Er veröffentlichte u. a. Erstarrte Erinnerung. Der Holocaust im Spiegel der DDR-Geschichtswissenschaft (1999) und ist Herausgeber und Mitautor von Die letzten 50 Tage: 1945 – als der Krieg zu Ende ging (2005) und Befreit, besetzt, geteilt. Deutschland 1945-1949 (2006). …“ Zitat:http://www.weltbild.de/3/16535598-1/buch/berthold-beitz.html?wea=8001208#autorenportrait

Joachim Käppner ist Historiker, und diese geschichtliche Betrachtung durchdringt das gesamte Buch. Jedoch sind es nicht reine Aufzählungen, Aneinanderreihungen von Daten und Fakten, sondern das Verbinden von Geschehnissen in einem großen Kontext, und darin wie ein roter Faden das Leben von Berthold Beitz eingewirkt. So entsteht ein einzigartiges Geflecht, das den Leser zunächst unbemerkt und dann mit jeder Seite intensiv und eindringlich auf eine menschliche und zugleich geschichtliche Reise nimmt.

Die Sprache ist behutsam gewählt, eindringlich aber nicht aufdringlich. Es werden wichtige Wesenszüge von Berthold Beitz beschrieben, die er seit jungen Jahren an besaß: Führungskraft (Führung und Kraft), klares Auftreten, behutsam im Umgang mit Menschen, Mut zu Entscheidungen, Handeln und Eintreten für Menschen, auch in risikobehafteten Situationen, nicht zurückweichen, überzeugen, machen!

Berthold Beitz, geboren 1913 in Pommern, Kindheit, Jugend, Schule und Ausbildung, dann sein früher Einsatz als Führungskraft in der Ölindustrie in Boryslaw, die Rettung von Bürgern jüdischen Glaubens vor den Zugriffen der SS, Krieg und Nachkriegszeit, erste Tätigkeiten in Hamburg, dann der Ruf von Alfried Krupp nach Essen zum Generalbevollmächtigen, Konsolidierung und Ausbau des Unternehmens, der Zusammenschluss mit Thyssen, und nicht zu vergessen, die hohe Auszeichnung durch den israelischen Staat in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für ihn und seine Frau Else, das sind die Stationen seines Lebens. Diese Stationen hat er mit Inhalt versehen, sein persönlicher Einsatz für die Öffnung nach Osten und insgesamt in die Welt, die vielfältigen Kontakte und Verbindungen, die er weitsichtig und seiner Zeit voraus für Krupp und damit auch für Deutschland geschaffen hat.

Der Leser taucht ein in „Krupp“, die Abschwur vom Rüstungsbetrieb hin zu einem zivilen Unternehmen. Berthold Beitz wird auf diesem Weg zu einem treuen Weggefährten von Alfried Krupp, nicht dominant als Generalbevollmächtigter vor seinem Chef, sondern eher als Diener an seiner Seite. Die Treue und Beziehung zur Familie Krupp, schließlich die Umwandlung des Konzerns in eine Stiftung, die tägliche Sorge und soziale Verantwortung für die Beschäftigten und Krupp. Berthold Beitz und Krupp – eine symbiotische Verbindung, wohl einzigartig in der deutschen Geschichte nach 1945. „Anständig wirtschaften“ – diese Forderung von Hans Küng war für Berthold Beitz von Beginn an die Maxime seines täglichen Handelns. Berthold Beitz – ein unternehmerisches Vorbild, heute mehr denn je! Das diese Ansprüche tatsächlich möglich sind, dafür legt das Buch anschaulich Zeugnis ab.

Joachim Käppner zeichnet das Bild dieser bedeutenden Persönlichkeit, einer wahrhaften Führungskraft, die sich und dem Unternehmen in einer lagen Zeitspanne treu geblieben ist. Zugleich wird deutsche Zeitgeschichte beschrieben, aus der Sicht von Krupp, eine ungewöhnliche Perspektive.

Auf diese mehrfache Reise nimmt Käppner den Leser unaufdringlich an die Hand und führt hinein in eine unbekannte Welt, voller neuen Einsichten und Erkenntnisse.

Beschreibung Umschlagrückseite: „Berthold Beitz hat Zeigeschichte geschrieben. An der Spitze des Krupp-Konzerns war er über Jahrzehnte einer der einflussreichsten Männer der deutschen Wirtschaft, für den soziale Verantwortung stets im Mittelpunkt stand. Seit den fünfziger Jahren machte er Krupp wieder zu einem weltweit anerkannten Unternehmen. Gegen zahllose Wiederstände war er einer der Vorreiter der neuen Ostpolitik. Er sprach sich früh für eine Zwangsarbeiter-Entschädigung aus. Erst spät wurde bekannt, dass er während des Kriegs in Polen Hunderten von verfolgten Juden das Leben gerettet hat – eine Tat, für die er in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt wurde. Beitz‘ leben ist geprägt von mutigem, entschiedenem und oft einsamen Handeln, ein Handeln, wie es nur eine große innere Freiheit möglich macht.“

Ich empfehle diese Biographie von Berthold Beitz allen Unternehmern und Entscheidern, die sich selbst treu bleiben wollen, zugleich auf der Suche nach Orientierung und Beständigkeit sind. Ganz besonders möchte ich es allen Studierenden ans Herz legen, die sich erst auf die Suche begeben, ob nun als Ingenieure, Naturwissenschaftler, Juristen oder Betriebs- und Volkswirte und nach dem Abschluss Verantwortung übernehmen möchten. Besonders für diese Gruppe kann es eine wertvolle Orientierung sein.

Und wer einfach deutsche Zeit- und Wirtschaftsgeschichte erfahren möchte, auch der wird anschließend wie auch ich sagen: „Welch ein phantastisches Buch! – aber auch ergriffen von der Persönlichkeit eines Wirtschaftslenkers sein, der sich selbst Mensch geblieben ist.

 


Heinz LORSEHeinz LORSEFebruary 8, 2013
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5min2870

Autor: Jürgen Fuchs
Illustrationen: Marja C. Hirsche und Horst Schwarz
Verlag: Frankfurter Allgemeine Buch

Ein Bilderbuch für Manager?

Manager sind es gewohnt, Sachvorgänge zu bewerten. Dazu studieren sie die erläuternden Beschreibungen und Kalkulationen. Viel Papier, Präsentationen und Grafiken. Eigentlich fehlt ihnen dazu die erforderliche Zeit. Darum „kämpfen“ sie sich Seite für Seite durch viel Text, Berechnungen und Grafiken durch. Eine bildhafte Sprache ist diesen Werken fremd.

Und dabei sagen Bilder doch sprichwörtlich häufig mehr als 1.000 Seiten.

Das Buch wählt die bildhafte Sprache, untermalt durch Flip-Chart Darstellungen und humorvoll gestaltete Cartoons.

Der Autor Jürgen Fuchs ist Unternehmer-Berater, Buchautor und Dozent für „Philosophy & Economics“ an der Universität Bayreuth. Bis 2004 war er Mitglied der Geschäftsleitung der CSC Ploenzke AG und hat das Unternehmen in mehreren leitenden Funktionen wesentlich gestaltet. Nach seinem Studium der Mathematik, Physik und Philosophie war er zuvor zehn Jahre bei IBM tätig, zuletzt als Manager im Vertrieb. Er hilft Unternehmen, vitaler und menschlicher zu werden – für Mitarbeiter und Kunden: „Wertschöpfung durch Wertschätzung“. Seine Gedanken und Praxisbeispiele hat er in neun Büchern veröffentlicht. (Portrait „Der Autor“ Seite 198).

Viele Menschen erleben die tägliche Arbeit als „nichts Gutes“: Mühsal, Anstrengung, Not. Und tatsächlich meint das Wort Arbeit im Althochdeutschen eben diese Begriffe. Erst durch Martin Luther wandelte sich diesen Begriff. Er sah im Wort Arbeit eine sinnvolle Tätigkeit, im Sinne der Berufung jedes einzelnen Menschen. (Seite 21). Ausgehend von solch einfachen Klärungen entwickelt Jürgen Fuchs in einer bildhaften Sprache eine andere Sicht auf Unternehmen, in denen der Mensch und die Wertschöpfung im Mittelpunkt stehen. Zugleich legt er humorvoll und mit Witz den Finger in so manche Wunde. Er zeigt auf, wie es eben anders, besser sein könnte, wenn wir den Betrachtungswinkel ändern, oder einfach die Dinge um 90 ° kippen. Dabei entwickelt er ein neues Modell, „dem neuen Denken und neuen Handeln nichts mehr im Wege“ steht.

Der Wert des Buches erschließt sich aus wirklich einfachen Vergleichen und Bildern, die dem Leser das in vielen deutschen Unternehmen vorherrschende Trugbild wie ein Spiegel vor die Augen hält.

„In unserer Arbeitswelt sprechen wir in Bildern: von Abteilungen, die sich abteilen, von Untergebenen, die unten sind und geben, oder von Zuständigen, die ständig zu sind. In kurzen Geschichten zeigt Jürgen Furch, wie Bilder unser Denken beeinflussen – ohne dass wir es merken. Oft sind es Zerrbilder: die das Leben malte. Frisch aus dem Alltag der Unternehmen. Oder Trugbilder, die uns betrügen und das Leben schwermachen. Aber auch Vorbilder und Leitbilder, die uns Hoffnung machen auf eine menschliche Arbeitswelt. Jürgen Fuchs zeigt uns, was unsere Worte über unser Denken verraten. Und er ebnet gleichzeitig den Weg, wie wir festgefahrene Einstellungen ändern können. Damit Arbeit und Führung wieder richtig Freude machen.“ (Buchrückseite Umschlag).

Das Buch umfasst 198 Seiten. Die Abschnitte sind kurz gehalten und erleichtern das Lesen und das Verständnis. Die Bilder, Grafiken und Cartoons unterstützen das Verständnis. Der Lesefluss wird dadurch sehr erleichtert. Darin liegt aber auch die „Gefahr“, das Buch an einem Stück zu lesen, so spannend erschließt sich der Inhalt.

Ich empfehle das Bilderbuch allen Führungskräften, die sich auf den Weg machen wollen, das ihnen anvertraute Unternehmen fit zu machen für einen neuen Weg des wertschätzenden menschlichen Umgangs miteinander. Das Buch zeichnet ein neues Bild von Führung, nicht mehr länger Oben und Unten, Vorgesetzter und Untergebener, sondern ein aktives und von Zwängen entfesseltes Miteinander.

 


Heinz LORSEHeinz LORSEFebruary 1, 2013
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5min2780

Autor: Jürgen Fuchs / Verlag: dtv (Taschenbuch)

 Ein Märchenbuch für Manager?

Märchen (Diminutiv zu mittelhochdeutsch Maere = „Kunde, Bericht, Nachricht“) sind Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten berichten. Märchen zählen zu einer bedeutsamen und sehr alten Textgattung in der mündlichen Überlieferung oder Oralität und treten in allen Kulturkreisen auf. Im Gegensatz zum mündlich überlieferten und anonymen Volksmärchen steht die Form des Kunstmärchens, dessen Autor bekannt ist.“ Quelle: Wikipedia.

Die uns Märchen wurden ursprünglich nicht für Kinder, sondern für Erwachsene erzählt. Die Gebrüder Grimm haben sie in einem einheitlichen Stil und verständlicher Sprache aufgeschrieben .Daraus sind die heute bekannten Kinder- und Hausmärchen entstanden.

Zwei Kostproben des literarischen Vergnügens:

Das Märchenbuch für Manger beinhaltet Kunstmärchen für Erwachsene. Damit werden zwei Anforderungen erfüllt. Und in der Tat, es werden Märchen geschildert. Durchaus gibt es eine Anleihe bei alten Märchen, z. B. auf Seite 77 „Des Kaisers neue Kleider“, allerdings liebevoll bezogen auf den täglichen Alltagswahnsinn in Unternehmen, dem so viele Menschen gerne entfliehen möchten und nicht die Möglichkeit besitzen um darauf aufmerksam zu machen, dass der „Kaiser“ tatsächlich doch überhaupt keine Kleider anhat.

„Vom Land der Erbsenzähler“ auf Seite 131 berichtet über die Macht der Zahlenmenschen. Erbsenzählen als reiner Selbstzweck, die Kunden und die Wertschöpfung vollkommen aus den Augen verloren. In einem Königreich werden erfolgreich Erbsen angebaut, damit sogar profitabel Tauschhandel betrieben. Das Unternehmen Königreich ist sehr profitabel, niemand hungert, alle sind zufrieden. Dann überzeugt ein selbstsüchtiger „Hof-Meier“ den König von seiner fixen Idee, alle Erbsen im Land zu zählen. Damit beginnt das Verhängnis der unkontrollierten Vermehrung der Erbsenzähler, das schließlich im vollständigen Outsourcing der Erbsenerzeugung mündet, weltweit verteilt. International operierende Erbsenzähler-Konzerne steuern gegen gutes Honorar den Prozess des Erbsenzählens. Einmal im Jahr machen die Fürsten ein Festival, auf dem die Analysten stolz die Zahlen der grauen und weißen Erbsen präsentieren (heute heißt das „Bilanz-Pressekonferenz“).

Ende der Kostproben.

Eigentlich könnte man über dieses Märchen genussvoll schmunzeln. Die Ähnlichkeiten lassen dem Leser jedoch das Lachen im Hals stecken. Das gleichermaßen auf dieser Webseite besprochene Buch „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ kommt in den Sinn. Und tatsächlich ist es genau dieser tägliche Irrsinn, der dem Leser in den Sinn kommt, aber auch die Ohnmacht, sich so manchen Entwicklungen entgegen zu stemmen und ein lautes „Stopp – bis hierhin, und nicht weiter!“ entgegenzurufen.

Jürgen Fuchs macht dies auf seine humorvolle und zugleich philosophische Art und Weise. Er zeichnet in vielen bildhaften Geschichten die Unternehmenswirklichkeit nach und entlarvt so manches Tun. Das Buch eignet sich auch zum Innehalten, das Besinnen, das Nach-Denkliche (nach-denken über alltägliche Dinge und deren Sinn und Wirkung).

Umschlagsrückseite: „Geschichten für eine menschlichere Arbeitswelt. Jürgen Fuchs beleuchtet mit einem Schmunzeln den alltäglichen Sinn oder Wahnsinn im Leben von und mit Führungskräften. Dabei eröffnet er viele überraschende Einsichten und zeichnet positive Bilder, die zum Nachdenken anregen und auch zum Vordenken. Ein humorvolles Lesebuch.“

In der Tat. Führungskräften, die gerne vor-denken, empfehle ich dieses Buch ausdrücklich. Auf 222 Seiten spannender Unterhaltung kommt garantiert keine Langeweile auf. Sehr zu empfehlen für ein langes Wochenende oder einfach ein paar Tage Ent-Spannung. Aber Vorsicht, es fällt schwer, das Lesen zu unterbrechen!

Also doch, ein Märchenbuch für Manager, die sich auf den Weg machen, wirksame Führungskräfte (Führung und Kraft) zu werden.

 


Heinz LORSEHeinz LORSEJanuary 31, 2013
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3min3580

„Was ist eine richtige und robuste Strategie im 21. Jahrhundert? In seinem neuen Werk beantwortet Fredmund Malik diese zentrale Managementfrage für den Übergang von der Alten Welt zur Neuen Welt.

Nur mit der richtigen Strategie lassen sich heute die Entscheidungen treffen, die morgen den verteidigungsfähigen Marktanteil sichern und ein Unternehmen vor dem Untergang bewahren. Die Kernaufgabe strategischer Führung besteht nicht in Gewinnmaximierung, sondern darin, die langfristige Existenzfähigkeit des Unternehmens, seinen langfristigen Erfolg und seine umfassende Konkurrenzfähigkeit sicher zu stellen. Fredmund Malik definiert im dritten Band seines Modulsystems “Management: Komplexität meistern”, was Strategie im 21. Jahrhundert bedeutet und räumt mit fatalen Irrtümern auf.

Er macht klar, wie streng man strategische von operativen Aufgaben trennen muss, und entwirft ein Navigationssystem, mit dem Führungskräfte die richtige Strategie für ihr Unternehmen entwickeln. Was leistet eine gute Strategie? Was müssen Führungskräfte zu einer richtigen Strategie beitragen? Wie setzt man Innovationen um? Wie quantifiziert man die Strategie zuverlässig? Malik bietet Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Das Werk enthält eine systematische Erläuterung, wie man die richtige Strategie für eine unbekannte Zukunft entwickelt und was die Erfolgsfaktoren für das heutige und das Geschäft von morgen sind. Malik bietet revolutionär neue Maßnahmen und Managementmethoden, mit denen man dem Wandel immer einen Schritt voraus ist. Weitere Info zu einem der Schlüsselthemen des Buches: PIMS® – Weltweit größte Datenbank für das Strategische Navigieren

1. Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Benchmarking

2. Welche neun fundamentalen Ergebnisse zur Business Strategy nach der Studie von über 4000 Unternehmen in der PIMS®-Datenbank auch heute noch gelten und beachtet werden müssen

3. Der essentielle, erste Schritt um bestmögliche Resultate anzusteuern und elementare Maßnahmen richtig zu priorisieren“

Quelle: http://www.malik-management.com/de/malik-corporate/publikationen/buecher/managementkomplexitaet-
meistern/strategie

Anmerkung:
Das Buch ist ein „Muss“ für wirksame Führungskräfte. Es räumt auf mit falschen Strategielehren, die leider immer noch verkündet werden und ein Grundübel für viele Fehlentscheidungen sind. Nicht der Blick nach „Hinten – Wir sind auf Kurs“, sondern die strategische Ausrichtung des Unternehmens steht im Vordergrund. Das ist ein Paradigmenwechsel, wie er in dieser Form noch nicht beschrieben wurde. Weiterhin „räumt er auf“ mit dem Missbrauch von Shareholder Value und zeichnet mit PIMS ® eine neue Perspektiven für eine Planung, die weit in die Zukunft reicht, wenn die Zahlen der Finanzbuchhaltung jedoch dazu wertlos sind.

 


Heinz LORSEHeinz LORSEJanuary 30, 2013
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3min4120

Hans Küng, geboren 1928 in Sursee / Schweiz, ist Professor Emeritus für Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen und Präsident der Stiftung Weltethos.

Ein Theologe, der sich mit der Ethik des Wirtschaftens beschäftigt. Kann das gutgehen? Die Antwort lautet uneingeschränkt „Ja“. Wer sich mit betriebswirtschaftlichen oder makro-ökonomischen Lehren beschäftigt hat, erhält einen ausgezeichneten Einblick in gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge.

Küng bietet jedoch viel mehr. Er beschreibt anschaulich, dass eine Klammer des langfristigen Erfolgs
die Orientierung an ethisch-verbindlichen Normen ist. Das Verdienst des Buches besteht in der
ausdrücklichen Untersuchung, Beschreibung und Bewertung ethisch-normativer Anforderungen an die
verantwortlichen Führungskräfte, besonders in den Zeiten der Globalisierung.

Die Ethik der Wirtschaft wurde durch die jüngsten weltwirtschaftlichen Ereignisse in den Vordergrund
gespült. In Forschung und Lehre hat sich auf diesem Gebiet Küngs Kollege von der Hochschule
Konstanz, Prof. Dr. habil. Josef Wieland große Verdienste erworben. Wundert es, dass beide in
bedeutenden Projekten, z. B. der Arbeitsgruppe der Stiftung Weltethos, zusammenarbeiten? Offenbar
haben sich in dieser Zusammenarbeit die Theologie und die Wirtschaftswissenschaften gefunden und
vereint. Das spürt man in diesem Buch. Fachlich ausgezeichnet – umfassend und zugleich
verständlich. Ein Ratgeber für Unternehmer und Entscheider, ohne Vorhaltungen, offen, ausgerichtet
auf einen neuen Anspruch für eine neue Zeit.

Auszug Rückseite: „Neue Werte Braucht die Wirtschaft – aber welche? Der Profit heiligt die Mittel,
Gier ist gut, und Kapital ist das Wichtigste auf Erden. Mit diesem „Credo“ haben Manager die größte
Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten verursacht. Jetzt weiß jeder: neue Werte braucht die Wirtschaft –
aber welche?“

Auszug Buchbeschreibung: „Kann man anständig wirtschaften – und Erfolg haben? Gehen Moral und
wirtschaftlicher Erfolg überhaupt zusammen? Hans Küng. Seit er 1990 ein gemeinsames Weltethos
vorgeschlagen hat … beschäftigt er sich mit Problemen des gerechten Wirtschaftens. Der Sozialismus
ist verschwunden, der Kapitalismus ruiniert sich gerade selber – gibt es einen dritten Weg? So einfach
ist es nicht, sagt Hans Küng. Er fragt nach den Grundlagen der Globalisierung ebenso wie nach der
moralischen Begründung des Gewinns und den wahren Kosten der Marktwirtschaft – und kann so
einen Wertekanon aufstellen, der dem Einzelnen wie der Gesellschaft insgesamt sagen kann, was
„anständig“ ist in der Wirtschaft – und was nicht.“

Meine Empfehlung an Studenten, Unternehmer, Führungskräfte und Entscheider: Sie erhalten ein
„Lesebuch“, das Zusammenhänge einfach und verständlich aufzeigt, besonders jedoch den ethischnormativen
Ansatz als eine Grundlage für wirtschaftlichen und verantwortbaren Erfolg in den Zeiten
der großen Umwandlungen der Neuen Zeit beschreibt. „Anständig wirtschaften“ – diese ethische
Forderung setzt genau an der Stelle an und führt weiter, wo die betriebswirtschaftliche Lehre von der
Faktorkombination aufhört.

 


Heinz LORSEHeinz LORSEJanuary 30, 2013
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4min3050

Benötigen deutsche Führungskräfte japanische Nachhilfe, um die Bedeutung der Servicequalität für
das eigene Geschäft zu verstehen? Und was bedeutet „Servicequalität“ im täglichen Geschäftsalltag
überhaupt? Erfolgsstrategien für Dienstleister? Welchen Wert haben „Dienstleistungen“ heute noch in
der virtuellen, von Elektronik geprägten Zeit? Sind Dienstleistungen erfahrbar, wenn ja, wie? Und
überhaupt, wie aktuell ist ein Buch, das in zweiter Auflage im Jahre 1996 erschien?

Diese Frage ist schnell beantwortet. Der Leser möge an dieser Stelle kurz innehalten und an die
letzten „Erlebnisse“ denken. Minoru Tominaga beschreibt eindrucksvoll seine Wahrnehmung von der
„Servicewüste“. Dabei belässt er es nicht. Er untersucht die Ursachen dieser deutschen
„Kundenfeindlichkeit“ und stellt dieser das japanische Modell gegenüber. Das Buch erschließt sich
durch eine einfache und verständliche Sprache. Zugleich zeichnet Tominaga die vielfältigen
Möglichkeiten und Chancen eines serviceorientierten Unternehmens auf, Alleinstellungsmerkmale zu
gewinnen.

Die Lösungsvorschläge sind für Handel und Industrie, Klein-, Mittel- und Großbetriebe gleichermaßen
geeignet. Auf der Rückseite des Buchs schreibt Tominaga: „Das Zeitalter der Dienstleistung bricht an:
Wie Unternehmen und deren Mitarbeiter sich darauf vorbereiten müssen, um im Wettstreit um den
Kunden zu überleben.“ Damit weist er bereits im Jahre 1996 auf die sich dramatisch ändernden
Anforderungen hin, die durch die Globalisierung hervorgerufen werden.

Textbeispiel: Seite 117, Überschrift „Qualität aus Kundensicht“: „Qualität liefern, wie der Kunde sie
definiert, heißt beide Dimensionen Qualität zu verstehen: Produktqualität und Servicequalität. Wenn
der Kunde Produktqualität als das erfährt, was man kriegt, so erfährt er Servicequalität als die Weise,
wie man es kriegt. …“ Einfach und verständlich.

Tominaga zeigt an vielen Beispielen, dass sich die Wirtschaft dem Wandel der Globalisierung stellen
muss, mehr noch, dass sich dieser „Wandel“ durch „Dienstleistung“ gestalten und als Chance zur
Generierung von Wettbewerbsvorteilen nutzen lässt. Agieren in der neuen Zeit, dass ist seine
Botschaft, zum Nutzen für den Kunden, zugleich ein aktives Instrument die Kundenbindung und
Kundengewinnung.

Tominaga schreibt das Buch aus Kundensicht, der nationalen und internationalen Kunden. Dabei
weist er auf abweichende Erwartungen, andere Kulturkreisen hin. Er spiegelt deutsche Gewohnheiten
an den japanischen Verhaltensweisen, die anders sind. Wer sich in diesem globalen Umfeld bewegt,
tut gut daran, sich auf den vom Autor beschriebenen Paradigmenwechsel einzulassen.
Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert: Japans kontinuierlicher Lernprozess * Die kundenfeindliche
Gesellschaft * Die Ursachen der Kundenfeindlichkeit * Der neue Kunde * Der Weg zum neuen Kunden
* Erfolgsstrategien in der Dienstleistungsgesellschaft * Kundenbegeisterung und bessere
Dienstleistungen durch JIT-KVO.

Meine Empfehlung fällt ausgesprochen positiv aus. Das Buch ist zeitlos, besonders jedoch vor dem
Hintergrund eines sich weiter verschärfenden Wettbewerbs werden Dienstleistungen von besonderer
Bedeutung sein, im Wettbewerb die „Nase vorn“ zu haben. Das dazu nicht neue Investitionen
erforderlich sondern die Nutzung vorhandener Ressourcen ausreicht, das ist dann eine weitere
positive Erfahrung für den Leser.

Fast vergessen, nachdenklich macht das Buch auch, sehr nachdenklich!

 


Heinz LORSEHeinz LORSEJanuary 27, 2013
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2min2580

Das „Anstößige“ an diesem Buch ist seine heute immer noch gültige Aktualität. Ich empfehle es allen
Managern, die eine traditionelle Entwicklung vollzogen haben. Studium – erste Arbeitserfahrungen –
Übernahme von Manageraufgaben – Aufstieg – Karriere … und dann? Wirksame Führungskräfte, um
diesen besseren Begriff von Fredmund Malik zu verwenden, beherrschen die Empfehlungen des
Werks. Sie praktizieren „Lern-Management“ anstatt „Lean-Management“, sie machen sich „kundig“,
bei den Kunden und betreiben „Personalentwicklung als Vermögensentwicklung“, fernab von den
„Lehnspyramiden des Mittelalters“. Anders formuliert, sie verstehen sich nicht als Managern, sondern
als Coach, Trainer, Vermögensentwickler – für Menschen und Sachvermögen, und damit für die
langfristige Sicherung des Unternehmens – Profitabel Wachsen.

Das von Jürgen Fuchs (Text) und Horst Schwarz (Zeichnungen) vorgelegte Buch besticht durch eine
klare Strukturierung und anschauliche Bilder, die auf eine herzerfrischende Weise den Finger in die
Wunde legen, teilweise schmerzhaft, mit sehr viel Humor gewürzt, aber eben darum sehr eindringlich.
Mehr noch. Jürgen Fuchs entwickelt Visionen, wie es anders sein könnte, wenn das Wissen und
Vermögen der Mitarbeiter endlich freien Raum erhält und auch bewertet wird.

Jürgen Fuchs spielt mit der Sprache, und das verleiht dem Buch einen besonderen Reiz. Er spricht z.
B. von „Ab-Teilungen“ und „Vor-Gesetzten“. In diesen kurzen Bezeichnungen steckt die gesamte
Ironie des sich in den Unternehmen täglich wiederholenden Alltags, oder sollte man von „Wahnsinn“
sprechen?

Zugleich enthält das Buch eine Mahnung für alle Manager, die Karriere mit „viel Staub aufwirbeln, viel
Lärm machen“ und viel „niedertrampeln“ verwechseln.

Das Buch zeigt eine Alternative auf, wie es anders, einfacher und besser gehen könnte.
Die Rezepte sind in der „Zeit der Großen Transformation 21“ (Fredmund Malik) wichtiger denn je.
Ich empfehle das Buch allen Führungskräften, die sich den Herausforderungen der Globalisierung
stellen und auf der Suche nach neuen (!) Führungsansätzen sind, in denen der Mensch im
Unternehmen eine aktive und gestaltende Rolle spielt.

 



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