Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLEROctober 21, 2014
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Interview mit Wolfram Henkel, Vorsitzender Richter am Hessischen Landesarbeitsgericht. Herr Henkel blickt auf eine über 37-jährige Erfahrung als Richter zurück. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Referendar­ausbildung war er bei den Landgerichten Limburg und Wiesbaden tätig und an das Hessische Ministerium der Justiz abgeordnet. Nach dem Wechsel in die Arbeitsgerichtsbarkeit arbeitete er an den Arbeits­gerichten Limburg, Offenbach, Frankfurt und Wiesbaden. Seit 2001 ist er Vorsitzender Richter am Hessi­schen Landesarbeitsgericht in Frankfurt am Main.

Verzeichnen Sie einen Wandel, wenn Sie an die Anfänge Ihrer Tätigkeit zurückdenken?

Ja, natürlich, in vielerlei Hinsicht. Die Arbeitsbedingungen waren anfangs deutlich schlechter. Die Justiz ist damals stiefmütterlich behandelt worden. Die Arbeitsräume sahen zum Teil deprimierend aus. Die Büro­ausstattung war dürftig. Man konnte damals noch nicht einmal ohne Vermittlung nach auswärts telefonie­ren. Das hat sich zum Glück geändert. Heute arbeiten wir selbstverständlich mit der EDV. Internet und E-Mail helfen sehr. Auch die richterliche Arbeitsweise hat sich geändert. Dank elektronischer Datenbanken und elektronisch zugänglicher Kommentarliteratur am Schreibtischbildschirm sind die mühsamen Recher­chen in der Bibliothek nur noch ab und zu nötig. Das macht die Arbeit effizienter und gründlicher. A­ndererseits leidet der Kontakt zu den Kollegen und der juristische Diskurs.

Arbeitsrechtliche Streitigkeiten sind sicherlich auch immer mit einer Prise Emotionalität verbunden. Gab es eine Entwicklung bei der Falllage, respektive bei den Gründen, die zu einem Treffen vor Gericht führen?

Von einer „Prise Emotionalität“ zu sprechen, ist in den meisten Fällen untertrieben. Es geht regelmäßig um starke Gefühle: Um Angst, um Wut, um Rache, um Enttäuschung. Dabei ändert sich der Charakter der Prozesse oft mit dem Schwanken der Konjunktur. Läuft sie gut, ist man sich im Streitfall schneller einig; läuft sie schlecht, wird verbissener gestritten.

Welchen guten Rat geben Sie Arbeitnehmern?

Das wichtigste ist der Erhalt und die Sicherung des Arbeitsplatzes. Dafür sind eine gute Ausbildung und eine permanente Fortbildung unerlässlich. Zu empfehlen ist auch eine offene Kommunikation mit dem Arbeitgeber und die klare Benennung der eigenen Interessen. Das gilt auch für den Betriebsrat. Wer „in­nerlich gekündigt hat“, liefert nicht nur schlechte Leistungen ab, sondern schadet auch sich selbst. Die daraus entstehenden rechtlichen Streitigkeiten haben den schalen Beigeschmack von Stellvertreter­kriegen. Sie müssten oft nicht sein, wenn es zuvor ein deutliches Wort gegeben hätte.

Und für Arbeitgeber?

Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter als Ressourcen und nicht als Kostenfaktor verstehen. Viele Prozesse kommen zu Stande, weil sich Arbeitnehmer nicht gewertschätzt fühlen. Arbeitnehmer verstehen auch gut, wenn die Firma wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Man sollte ihre Bereitschaft zur Mithilfe und zur Ent­wicklung kreative Lösungen nicht unterschätzen. Wer bei leichtem wirtschaftlichem Gegenwind gleich zum Instrument der Massenentlassung greift, hat Chancen vertan.

Vor Gericht bekommt man ja nicht Recht, sondern eine Entscheidung. Wie sehen Sie die Beziehung zwischen Recht und Gerechtigkeit?

Jedes Gericht hat den Anspruch, nicht nur eine Entscheidung zu treffen, sondern „das Recht zuerkennen“. Die Justiz würfelt nicht!

Was Gerechtigkeit ist, hat sich in den letzten 2000 Jahren Rechtsgeschichte nicht abschließend klären lassen. Der Praktiker ist schon zufrieden, wenn seine Entscheidung mit Recht und Gesetz im Einklang steht. Dass damit dann auch Gerechtigkeit obwaltet, will man gerne hoffen.

Gab es für Sie schon Situationen wo Sie die Rechtslage im Widerspruch zur gefühlten Gerechtigkeit sahen?

Das viel zitierte Rechtsgefühl ist ein schwankender Halm im Wind der Erkenntnis. Je mehr Sach- und Rechtskenntnisse man hat, umso schwerer tut man sich damit. Häufig stehen auch persönliche Interessen dahinter. Das wissen Juristen am besten und haben deshalb damit nicht viel am Hut. In aller Regel liefert das geltende Recht selbst genug Instrumente, um Einzelfälle, die in bestimmter Weise regelungsbedürftig erscheinen, angemessen zu lösen.

Was zeichnet einen guten Richter aus?

Ich glaube, ein guter Richter ist der, der das Recht für die Menschen anwendet, die vor ihm stehen und die Menschen nicht nur zum Anlass nimmt, seine persönlichen rechtlichen Vorstellungen zu entfalten.

Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: “Das Bild der Justizia ist für mich…….”

……. immer noch das Bild einer starken und schönen Frau.

Ohne Ross und Reiter (oder das Aktenzeichen) zu benennen. Was war Ihr schönster Fall?

Wenn Menschen vor Gericht erscheinen, ist das nie „schön“. Ein skurriler Sachverhalt ist mir aber in Erin­nerung geblieben: Eine Arbeitnehmerin hatte einen Kollegen massiv sexuell bedrängt. Als dieser keine Neigung zeigte, ihren Wünschen zu folgen, sann sie auf Rache und behauptete gegenüber der Ehefrau des Mannes, er habe ein Verhältnis mit ihr angefangen. Dazu wurden sogar „Beweisstücke“ präsentiert. Zugleich beschwerte sie sich bei der Geschäftsleitung über die angeblichen sexuellen Belästigungen des Kollegen, der darauf im Betrieb und zuhause allergrößte Probleme bekam, bis nach einer vom Arbeit­geber in Auftrag gegebenen Laboruntersuchung der „Beweisstücke“ der Schwindel aufflog. Die Kündi­gung der Arbeitnehmerin war dann die berechtigte Folge.

Was war Ihr traurigster Fall?

Mein traurigster Fall war der einer promovierten Journalistin, die einem hochgradig kriminellen Liebhaber verfallen war, der die Töchter der Journalistin in sadistischer Weise quälte. Nach der Vergewaltigung einer Tochter sprang diese in Selbstmordabsicht aus dem Fenster im 5. Stock. Der Mann wurde zu einer viel­jährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Journalisten wurde gekündigt. Noch im Kündigungsschutzprozess war sie von der Unschuld des bereits rechtskräftig verurteilten Liebhabers überzeugt. Einen Kündigungs­grund sah sie nicht. Der Fall war nicht nur menschlich tragisch, sondern auch rechtlich interessant, weil er dazu zwang, einmal mehr das Verhältnis von arbeitsvertraglicher Verpflichtung und privater Lebens­führung zu beleuchten.

Was war Ihr bemerkenswertester Fall?

Rechtlich bemerkenswert war z.B. ein Fall, in dem ein Haushandwerker durch eine Gedankenlosigkeit dafür sorgte, dass eine ganze Produktionslinie explodierte. Zum Glück wurde niemand verletzt. Der Scha­den war aber immens. Der volle Schadensersatz hätte den Handwerker bis zum Lebensende auf das Existenzminimum zurückgeworfen. Die Rechtsfragen um die mögliche Haftungsbegrenzung in solchen Fällen wird auch das Bundesarbeitsgericht nochmals beschäftigen.

Und damit sind wir auch am Ende unseres Interviews. Herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft!


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Die geobra Brandstätter GmbH & Co. KG mit Sitz im fränkischen Zirndorf bei Nürnberg ist der Hersteller von PLAYMOBIL und damit Deutschlands größter Spielzeugproduzent. Die 7,5 cm großen PLAYMOBIL-Figuren stehen im Zentrum dieses kreativen, vielfach ausgezeichneten Systemspielzeugs. Das fantasievolle Rollenspiel mit den historischen und modernen Themenwelten fasziniert Kinder und wird von Eltern und Pädagogen gleichermaßen geschätzt.

2014 feiert PLAYMOBIL 40. Geburtstag: Seit 1974 wurden bereits 2,7 Milliarden PLAYMOBIL-Figuren gefertigt. Die über 30 Spielthemen werden in mehr als 100 Ländern weltweit vertrieben. Die Brandstätter-Gruppe mit Produktionsstätten in Deutschland, Malta, Spanien und Tschechien erreichte 2013 einen Gesamtumsatz von 612 Mio. Euro und beschäftigt weltweit mehr als 4.000 Mitarbeiter. Das innovative Unternehmen steht für Premium Spielzeugqualität „Made in Europe“.

Seit 2000 entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen unter dem Markennamen LECHUZA auch hochwertige Pflanzgefäße aus Kunststoff. Dieser Geschäftsbereich erreichte 2013 einen Umsatz von 47,5 Mio. Euro.


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERApril 29, 2014
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Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden der quirin bank AG, Karl Matthäus Schmidt

Herr Schmidt, als Gründer der quirin bank hatten Sie nur ein Ziel: dem Kunden nichts vormachen. Die Honorarberatung steht für Transparenz und Unabhängigkeit und gegen das Provisionsmodell herkömmlicher Banken. Hatten Sie jemals Zweifel an Ihrer Ursprungsidee?


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERFebruary 26, 2014
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VANDEN PLAS ist eine deutsche progessive METAL-BAND mit hohem internationalen Bekanntheitsgrad in der Szene. In Frankreich füllen ihre Konzerte die Hallen, und sogar auf dem hart umkämpften amerikanischen Markt hat sich VANDEN PLAS einen Namen erkämpft und wurde zu einer anerkannten Größe. International verkauft sich die Gruppe gut, um nicht zu sagen: “ein weiterer deutscher Exportschlager”, auf dem deutschen Markt ist dies nur noch eine Frage der Zeit.

VANDEN PLAS, das ist ein für den Musikstil geradezu untypisches harmonisches Zusammenspiel zwischen einem charismatischen, stimmgewaltigen Sänger (Andy Kuntz) und einem erfahrenen Team von Musikern (Bass: Torsten Reichert, Schlagzeug: Andreas Lill, Gitarre: Stephan Lill, Keyboard: Günter Werno), von denen jeder sein Handwerk versteht. Keiner drängt nach vorne, alle wirken im Interesse des Ganzen zusammen. Musik, Ausstrahlung und Bühnenpräsenz der Gruppe sind daher gewaltig.

VANDEN PLAS, das ist eine geradezu bemerkenswerte Kreativität, die nicht nur mehrere Alben hervorbrachte, sondern auch 4 Musicals und regelmäßige Präsenz auf der Theaterbühne und im Orchestergraben.

VANDEN PLAS, das ist ein weiterer Beweis, dass METAL zu Recht einen Platz in den großen Musikstilen verdient und KUNST, THEATER & METAL keinen Widerspruch in sich bildet.

VANDEN PLAS genießt als Kaiserslauterner Urgestein zwar einerseits einen hohen Bekanntsheitsgrad, ruht in Deutschland aber überraschenderweise immer noch im Dornröschenschlaf. Die Band hat aber spätestens mit ihrem neuen Werk “Chronicles Of The Immortals – Netherworld” erneut den Beweis angetreten, dass mittelfristig auch in der deutschen Szene so leicht kein Weg mehr an ihnen vorbeiführen wird.

Auch Wolfgang Hohlbein, mit 43 Millionen Büchern weltweit anerkannter und Deutschlands meistverkaufter Bestsellerautor, zeigte sich von der Musik von VANDEN PLAS begeistert, Anhand seines Zyklus “Die Chronik der Unsterblichen” sollte eine Rockoper für die Bühne entstehen: “Blutnacht”. Diese wurde in den Spielzeiten 2012 und 2013 mit Andy Kuntz in der Hauptrolle und den VANDEN PLAS-Musikern als Aktive im Orchestergraben mit großem Erfolg am Pfalztheater Kaiserslautern aufgeführt werden. 25 ausverkaufte Vorstellungen mit nicht enden wollenden Standing Ovations sprechen eine deutliche Sprache.

Als nächsten Schritt für die Band galt es, “Blutnacht” in ein VANDEN PLAS Album zu verwandeln. “Chronicles Of The Immortals – Netherworld – Path 1” enthält zehn Tracks, die dem ersten Akt der “Blutnacht”-Aufführung entstammen. “Path 2”, der zweite Teil des Albums, wird die Geschichte voraussichtlich Anfang 2015 zum Abschluß bringen.

VANDEN PLAS kann ohne jede Einschränkung unbegrenzt konsumiert werden! Die Band geizt weder an harten Rhythmen noch an Texten mit Inhalt, und ist bestens geeignet sowohl für junge Headbanger, Szenegänger und ältere Semester, die immer noch zärtlich mit der Hand über die Kutte im Kellerschrank streicheln.


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERJanuary 1, 2014
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Immer einen Schritt voraus” ist ein Motto der Vöhringer GmbH, die 2011 ihr 90-jähriges Bestehen feierte. Das Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Trochtelfingen bei Reutlingen gehört zu Europas führenden Zulieferern im Caravanbereich. Zu den Kunden zählen praktisch alle namhaften Caravan- und Reisemobilhersteller in Europa und darüber hinaus. Unter dem Dach der V-Group (Vöhringer-Gruppe) zusammengefasst firmiert auch das hauseigene Designbüro von Martin Ross, das auch im Prototypenbereich tätig ist. Zu ihrem Repertoire gehören auch Wohnwagen-Spezialanfertigungen beispielsweise für die Polizei und Waldarbeiter, hochflexible Hotelausstattungen oder Ideen für komplette Caravans. Vöhringer versucht sich auch in Nischenbereichen zu etablieren, wo es ganz besonders auf Kreativität, Innnovationsfähigkeit und Flexibilität ankommt.


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Die Geschichte der Fischer-Gruppe ist eine dieser Erfolgsgeschichten, die zum Ruf und zur Reputation der schwäbischen Industrie entscheidend beigetragen haben. Fängt der amerikanische Traum oft in der eigenen Garage an, starten viele Geschichten in Schwaben in der eigenen Werkstatt. So auch bei der Fischer-Gruppe, einem inzwischen international agierenden Mittelständler.

Gegründet im Jahr 1948 in einer Werkstatt hat das Unternehmen kontinuierlich expandiert. Heute hat das Unternehmen 4 Geschäftsbereiche: fischer Befestigungssysteme, fischer automotive systems, fischertechnik und fischer Consulting.

Inzwischen hat die Gruppe 42 Landesgesellschaften. Produktionsstandorte sind in Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Italien, Tschechien und den USA. 2012 erwirtschaftete die Gruppe weltweit einen konsolidierten Umsatz von 614 Millionen Euro mit 3900 Mitarbeiter.

CEO Klaus Fischer strebt nach permanenter Verbesserung. Das Unternehmen soll flexibel und schlank und in seiner Ausrichtung immer am Kundennutzen orientiert sein.

Größter Unternehmensbereich ist die Sparte Befestigungssysteme mit über 14.000 Artikeln. Zu den Stärken des Unternehmens gehört hier weiterhin die technologische Marktführerschaft in wichtigen Feldern der Befestigungstechnik. Hier setzt sich fort, was der Unternehmensgründer Artur Fischer (93) mit seinen legendären Erfindung, dem Nylondübel, vor über 50 Jahren begonnen hat.

Ein weiteres Standbein des Unternehmens ist neben dem automotive-Bereich (kinematische Innenraumlösungen) das Spielwarensegment. Dieses Qualitätsspielzeug Made in Germany findet weiterhin weltweit seine Fans.

 

 


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERApril 27, 2013
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Die zentrale Aussage des Buches ist, dass niemand mehr an große Unternehmen glaubt. Der Glaube hat die Ritter des Unternehmenskampfes verlassen. Das mittlere Management wartet nur noch auf das eine: das Gehalt am Ende des Monats. Von Motivation und Vision keine Spur. Assaisoniert wird es mit Empfehlungen, wie man unauffällig ineffizient bleiben kann und muss mit der Zielsetzung, sich nun des Unternehmens zu bedienen, nachdem sich das Unternehmen bisher des Individuums bedient hat. Unternehmen sind für die Autorin nicht humanistisch, sie wollen nicht das Wohl des einzelnen, und respektierten auch nicht die Werte, die sie predigen, wie die letzten Finanzskandale und Entlassungspläne zeigen. Sich für einen anonymen Konzern aufzureiben, lohne sich für viele Werktätige nicht mehr. Aber auch nicht, sich aufzulehnen. Wo noch der Kommunismus den Kapitalismus von Aussen angriff, propagiert Corinne Maier nun die die Systemaushöhlung von innen her.


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERApril 18, 2013
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Wagner, Bruno: Business ist wie Krieg führen – Die kriminellen Machenschaften der Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft. Eichborn Verlag AG, Frankfurt am Main – ISBN 3-8218-5575-4

Friedrich schiller

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Friedrich von Schiller

Zwischen Menschen gibt es oft Konflikte auf der privaten Ebene. Dies gehört zum menschlichen Wesen und ist für uns schon selbstverständlich. Wer wollte dies leugnen, und wieso sollte dies aber gerade in der Wirtschaft, die ja auch von Menschen geführt wird, anders sein? Der Erfolg eines Unternehmens beruht immer noch auf einer guten Produkt-, Preis-, Service- und Marktstrategie. Erfolg zieht aber auch wie im Privatleben Neider an und lässt unfaire Methoden erwachsen, um diesen zu zerstören und die eigenen Interessen durchzusetzen. James Woolsey, ehemaliger Chef der CIA: „Natürlich spionieren wir euch aus, weil ihr andauernd bestecht, und wir nie.“


Bernd Oliver BUEHLERBernd Oliver BUEHLERApril 18, 2013
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Bauer-Jelinek, Christine: Business-Krieger – Überleben im Zeitalter der Globalisierung. Manz – Verlag C.H. Beck oHG München. ISBN 3-406-50773-5

„Wir haben den Krieg gewonnen!“, triumphierte der Chef des britischen Handy-Riesen Vodafone, als dieser nach einer medienwirksamen Übernahmeschlacht den deutschen Traditionskonzern Mannesmann gegen dessen Willen geschluckt hatte. Wenn diese aber den Krieg gewonnen haben, wer hat ihn dann verloren? Wer sind die Opfer? Seit wann wurde uns dieser Krieg erklärt? Ist er zu Ende, oder ist es nur der Anfang einer Serie von Schlachten und Kriegen? Sind wir darauf vorbereitet? Können und wollen wir gewinnen? Und wenn nicht, was haben wir zu verlieren?

Aufstieg und Fall von Unternehmen liegen trotz Innovation, guter Produktpalette und Zukunftspotential immer enger beieinander. Offensive und defensive Strategien erfahren eine neue Bedeutung. Unternehmen, die in ihrer bisherigen Struktur von Dauer schienen, verschwinden (Grundig), übernehmen andere (Daimler-Chrylser) oder werden übernommen (Mannesmann).



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